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Sie sagten, er müsse Moslem werden, aber er sagte: 'Jesus ist Herr'

1. Juni 2007 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Myriams Vater war Evangelist in Äthiopien. Er erzählte von der Liebe Christi und wurde deswegen von Extremisten ermordet. Jetzt tröstet die 12jährige Myriam ihre Mutter und ihre sechs jüngeren Geschwistern


Äthiopien (kath.net/Open Doors)
Myriams Vater war Evangelist. Er scheute sich nicht, von der Liebe Christi zu erzählen, deshalb wurde er von Extremisten ermordet. Seither lebt Myriam in einer Gebirgsregion Äthiopiens zusammen mit ihrer Mutter und sechs jüngeren Brüdern und Schwestern bei ihren Grosseltern. Bei einem Besuch erzählte uns die 12jährige Myriam: „Wenn meine Geschwister von Papa reden, sage ich ihnen, ‚Gott mit uns, macht euch keine Sorgen’. Aber ich bin nicht sicher, ob sie mich verstehen“.

Myriam erinnert sich an den schrecklichen Tod ihres Vaters: „Sie haben ihn wegen seines Glaubens getötet. Sie schrieen ‚Allah Akbar’ und schlugen gegen die Tür. Mein Vater hat gebetet und gesagt, wir brauchen keine Angst zu haben. Sie drangen in das Haus und zerrten Vater nach draußen. Wir weinten und Mutter war ohnmächtig geworden. Sie sagten Vater, er müsse Moslem werden, aber er sagte: ‚Jesus ist Herr!’. Dann haben sie ihn mit einer Machete geschlagen und sind gegangen. Als wir zu ihm kamen, lag er im Sterben. Er hat noch für uns gebetet“. – Myriam war die einzige, die in der Lage war, der Polizei einen Bericht über den Mord zu geben.

Myriam will nach Beendigung der Schulzeit ihrer Mutter Meskele bei der Erziehung ihrer Geschwister helfen, vor allem jetzt, wo Meskele ihr letztes Kind zur Welt gebracht hat, sieben Monate nach der Ermordung ihres Mannes. Myriams Mutter ist vielen Schwierigkeiten ausgesetzt, aber sie bat uns, für ihre Kinder zu beten: „Bitte betet, dass meine Kinder das Vergangene vergessen und nicht mehr in der Angst leben“.

Die Ermordung ihres Mannes Michael geschah Ende Oktober 2006, als Angreifer das Christentum im gesamten Bundesstaat Oromia im Nordosten Äthiopiens auslöschen wollten. Viele Christen wurden verletzt. Insgesamt wurden 37 Kirchen und 16 Privathäuser zerstört. Hunderte Verdächtige wurden von der Polizei festgenommen und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Christen, die es wagten, gegen die Angreifer auszusagen, erhielten Drohungen.

Foto: (c) Opendoors



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