Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

,Meine Kinder haben einen hohen Preis bezahlt für meinen Spagat’

24. April 2007 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die deutsche Literaturkritikern Iris Radisch betrachtet ihr Lebensmodell nur bedingt als tauglich und plädiert in ihrem Buch "Die Schule der Frauen" für eine Elternzeit von Vätern und Müttern.


Baden (www.kath.net / SSF/im) „Ich habe nach den zehn Jahren, in denen ich den Spagat zwischen Familie und Beruf gemacht habe, gemerkt, dass ich zu wenig Zeit mit meiner Familie verbringe.“ Das stellte die Literaturkritikerin Iris Radisch in einem Interview mit der Aargauer Zeitung illusionslos fest.

Dabei waren die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Fall von Radisch gar nicht schlecht: „Es gibt zwar hervorragende Betreuungsangebote, wir hatten wunderbare Tagesmütter und meine Töchter gehen auch in gute Krippen“, erklärte sie.

„Aber eine gute Kinderbetreuung allein kann nicht die Lösung sein. Die Kinder wollen auch die Familie um sich haben.“ Sie habe realisiert, „dass die Zeit, die ich nicht mit den Kindern verbringen konnte, nie wieder zurückkommt.“ Und ihr ernüchterndes Fazit lautet: „Meine Kinder haben einen hohen Preis bezahlt für meinen Spagat.“

Im Gegensatz zu den geläufigen Vorschlägen verlangt die deutsche Karrierefrau nicht nach mehr Teilzeitstellen für Mütter. Zwar könne sie sich im Moment Teilzeitarbeit leisten, „aber wenn ich mit einer Teilzeitstelle ins Berufsleben eingestiegen wäre, hätte ich beruflich nicht so viel Erfolg gehabt.“

Eine gute Ausbildung könne man nicht wie ein Stück Gemüse ins Tiefkühlfach legen und später wieder auftauen. Und vom „Vereinbarkeitsmythos“, der besagt, dass die Frau Karriere macht und daneben eine Familie hat, hält sie nichts. Ein Grund dafür: Die Doppelbelastung ist Ursache vieler Paarprobleme und von Scheidungen.

Ihr Vorstellung einer echten Lebensqualität als Familie lautet dagegen: Wir können uns Zeit leisten. Ihr Rezept lautet: „Wir müssen einen nächsten Schritt machen, wir müssen Lebensbedingungen schaffen, die es uns ermöglichen, mehr Kinder zu haben. Denn wir Frauen, wir wünschen uns ja mehr Kinder. Es muss aber möglich sein, dass wir Kinder haben, ohne dass die Frau dabei einen zivilisatorischen Rückschritt machen muss und in die klassische Rollenteilung zurückfällt.“

Damit die Bedingungen entstehen, die es ermöglichen, mehr als 1,3 Kinder zu bekommen, plädiert sie für die „Familienzeit“. Gerade weil auch die Bindung der Väter zu den Kindern wichtig sei, müssten jetzt die Männer einen Schritt tun, ist Radisch überzeugt. Auch sie sollten vermehrt menschliche Aufgaben in der Familie übernehmen.

Die gemeinsame „Familienzeit“ könnte so gestaltet werden, dass beide Eltern über einige Jahre eine Zweidrittel-Stelle annehmen. „Das hiesse dann, dass beide Elternteile beispielsweise zwei Nachmittage haben, an denen sie jeweils früher nach Hause gehen können und Zeit für die Kinder haben.“ Hilfreich dazu wäre zum Beispiel das Holländer Modell der Lebensarbeitszeit, so Radisch.

Foto: DAK



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz