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Studie: Je religiöser Menschen sind, desto mehr Kinder haben sie

29. März 2007 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Das Institut der deutschen Wirtschaft wertete 260.000 Interviews aus 82 Ländern aus: Muslime bekommen am meisten Kinder, Konfessionslose am wenigsten.


Köln (www.kath.net / idea) Wenn es mehr praktizierende Christen gäbe, hätten die Deutschen weit weniger Probleme wegen Nachwuchsmangels. Denn: Regelmäßige Gottesdienstbesucher und Beter bekommen mehr Kinder als Nichtreligiöse. Diesen Zusammenhang hat das Institut der deutschen Wirtschaft (Köln) in einer Studie „Ora et Labora“ (Bete und arbeite) nachgewiesen.

Es wertete dazu 260.000 Interviews aus 82 Ländern aus, die zwischen 1981 und 2004 für die Weltwertestudie „World Value Survey“ gemacht wurden. In einer am 28. März veröffentlichten Mitteilung des Instituts heißt es: „Je religiöser Menschen sind, desto mehr Kinder haben sie.“ Im weltweiten Durchschnitt haben Gläubige 2,1 und Nichtreligiöse 1,6 Kinder.

Überzeugte Atheisten begnügen sich mit 1,5 Kindern. Am gebärfreudigsten sind Muslime. Sie bekommen im Schnitt 2,3 Kinder. Katholiken, Protestanten und Buddhisten folgen mit je zwei Kindern. Konfessionslose haben 1,5 Kinder.

Zwischen Kirchgang und Kindersegen besteht ein unmittelbarer Zusammenhang: Je häufiger die Gottesdienstbesuche, desto größer ist der Kinderreichtum. Befragte in aller Welt, die mehr als einmal pro Woche zur Kirche gehen, bekommen durchschnittlich 2,5 Kinder, in Deutschland 1,98.

Bei Personen, die es nur an Feiertagen in die Kirche zieht, sind es lediglich 1,78 Kinder (weltweit) bzw. 1,44 in Deutschland. Die geringste Gebärfreudigkeit zeigen international diejenigen, die nie einen Gottesdienst besuchen (1,67 Kinder). In Deutschland bilden die Einmal-Kirchgänger pro Jahr das Schlusslicht (1,29).

Je betfreudiger, desto kinderreicher

Auch das regelmäßige Beten geht mit einer höheren Kinderzahl einher. Wer täglich oder mehrmals pro Woche betet, hat 2,24 Kinder (Durchschnitt weltweit) und in Deutschland 1,91 Kinder. Wer sich nie an Gott wendet, hat dagegen nur 1,48 Kinder (weltweit) bzw. 1,33 (Deutschland).

Das Institut sieht einen wesentlichen Grund für den Zusammenhang zwischen Religiosität und Kinderzahl in „unterschiedlichen Werteorientierungen“ der Gläubigen und Nichtgläubigen. Auch die vielfältigen Wahlmöglichkeiten in den modernen Gesellschaften spielten eine wichtige Rolle. Denn anders als in traditionellen Gesellschaften müsse sich vor allem die Frau bei einem Ja zum Kind gegen andere Optionen wie etwa die Berufstätigkeit entscheiden, sofern sich beides nicht miteinander verbinden lasse.

Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehe deshalb zu Recht im Zentrum der bevölkerungsorientierten Familienpolitik in Deutschland. Im Bundesgebiet besuchen 14,3 Prozent der 25,9 Millionen Katholiken und 3,8 Prozent der 25,4 Millionen evangelischen Kirchenmitglieder regelmäßig den Gottesdienst. Umfragen zufolge beten 27 Prozent der Deutschen regelmäßig.



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