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Opus Dei plant Gymnasium in Berlin

24. Jänner 2007 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Engagierte Eltern wollen ein "eindeutig christliches" Jungengymnasium gründen. Das Bildungsministerium in Potsdam prüft derzeit den Antrag.


Berlin (www.kath.net) Deutsche Mitglieder der päpstlichen Personalprälatur Opus Dei planen die Errichtung eines Gymnasiums in Potsdam. Errichtet werden soll ein „eindeutig christliches“ Jungengymnasium, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung Freie Schulen Berlin-Brandenburg.

Das pädagogische Konzept der Schule stammt von der Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft e.V. Diese betreibt seit 35 Jahren ein Mädchengymnasium im rheinischen Jülich, das im akademischen und sportlichen Bereich vielfach ausgezeichnet worden ist. Ähnlich erfolgreich sind mehrere hundert Schulen in allen fünf Erdteilen, die von befreundeten Elterninitiativen ins Leben gerufen worden sind.

20 engagierte Väter und Mütter gründeten eine Elterninitiative, einige von ihnen - sechs Personen - gehören dem Opus Dei an. Sie beantragten beim Brandenburger Bildungsministerium die Errichtung eines Jungengymnasiums im Bornstedter Feld in Potsdam. Später soll ein Mädchengymnasium dazu kommen, erklärt Christoph Rüssel, der Vorsitzende der Elterninitiative.

Der Antrag werde geprüft, heißt es im Bildungsministerium in Potsdam laut Bericht des „Tagesspiegels“. Einem Jungengymnasium stehe allerdings das BrandenburgerSchulgesetz entgegen, das koedukative Erziehung festschreibe.

„Wenn der Antrag abgelehnt wird, werden wir klagen“, sagt Rüssel. Die Berliner und Brandenburger Eltern der Initiative argumentieren mit dem Artikel 7 des Grundgesetzes. „Das Gebot, dass Privatschulen nicht hinter öffentlichen Schulen zurückstehen dürfen, beinhaltet ein Gebot der Gleichwertigkeit, nicht der Gleichartigkeit“, sagt Christoph Rüssel gegenüber KATH.NET.

„Die Lehrziele, Einrichtungen und die wissenschaftliche Ausbildung der Lehrkräfte an Ersatzschulen müssen nicht von gleicher Art, sondern nur von gleichem Wert sein. Die Gleichwertigkeit bezieht sich nicht auf den Bildungsweg, sondern auf den Bildungserfolg. Das hat zur Folge, dass der Staat Ersatzschulen gegenüber entsprechenden öffentlichen Schulen nicht auf Grund ihrer andersartigen Erziehungsformen und -inhalte benachteiligen darf.“

Das Gymnasium soll allen Kindern offen stehen, unabhängig von ihrer Konfession. Protestantische Kinder sollen von protestantischen Pfarrern im Fach Religion unterrichtet werden.

Mit dem Bistum Berlin habe es Gespräche gegeben, teilen die Initiatoren mit. Kardinal Sterzinsky habe die Initiative „begrüßt“, finanziell helfen könne das Bistum allerdings nicht. Attraktiv ist das Projekt allemal: Er kenne viele Eltern, die anfragten, ob das Erzbistum Berlin eine Schule im Südwesten der Stadt gründen könne, erklärte ein Bistums-Sprecher der Zeitung. Das Bistum könne sich dies aber nicht leisten.



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