27 November 2006, 09:27
Das Haus Mariens in Ephesus
 
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Papst Benedikt XVI. besucht das faszinierendste Heiligtum der Türkei. Von Michael Hesemann.

Düsseldorf / Rom (www.kath.net) Am 29. November wird Papst Benedikt XVI. während seiner Türkeireise das Haus besuchen, in dem einst die Gottesmutter Maria zusammen mit dem Apostel Johannes gelebt haben soll.

Seine Verehrung geht auf die Visionen der deutschen Mystikerin Anna Katharina Emmerick zurück, die es so präzise beschrieb, dass es französische Lazaristenpatres wieder fanden. Heute ist es für Christen und Moslems gleichermaßen ein Wallfahrtsort – eine Stätte der Begegnung und des Dialogs, wie sie die Türkei so dringend braucht.

Die Suche

1881 reiste ein französischer Priester, Abbé Goyet aus Paris, in die Türkei, um das einstige Wohnhaus der heiligen Jungfrau und des Apostels Johannes zu suchen. Das hatte die stigmatisierte Nonne Anna Katharina Emmerick (1774-1824) aus Coesfeld im Münsterland in ihren Visionen gesehen und in allen Details beschrieben.

Jetzt wollte er ihre Angaben auf ihre Richtigkeit hin überprüfen. Der Priester ging kein Risiko ein. Zunächst stellte er sich bei dem römisch-katholischen Erzbischof von Smyrna (Izmir) vor und bat ihn um einen ortskundigen Führer. Dann brach er in dessen Begleitung auf. In seiner Aktentasche klebte ein auf Griechisch geschriebener Zettel: „Bitte auf einen harmlosen Reisenden ohne Geldmittel Rücksicht zu nehmen.“

"Es existiert"

Doch die Reise verlief ohne Zwischenfall. Schließlich vermeldete er dem Erzbischof sowie seinen Vorgesetzten in Paris und Rom stolz: „Ich habe das Haus gefunden. Es existiert.“ Doch niemand schien sich für seine Entdeckung zu interessieren und so verzichtete er darauf, einen Bericht zu verfassen.

Zehn Jahre später lasen katholische Ordensschwestern in Izmir das Buch „Das Leben der heiligen Jungfrau Maria“, das der deutsche Romantiker Clemens Brentano auf der Grundlage der Visionen der stigmatisierten Nonne veröffentlicht hatte. Als sie zu dem Kapitel kamen, das den Aufenthalt und Tod Mariens in Ephesus beschreibt, wurden sie neugierig. Bald erzählten sie ihrem Beichtvater, dem Lazaristen Pater Jung, davon: „Ephesus ist doch gar nicht weit. Es wäre gewiss der Mühe wert, dort einmal hinzugehen.“

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Eine kleine Expedition

Pater Jung fand, das war eine gute Idee, und bat seinen Superior, Eugene Poulin, um die Genehmigung zu einer kleinen Expedition. Abbé Poulin las zunächst ebenfalls das Buch, dann war er einverstanden. So machte sich Pater Jung am 27. Juli 1891 zusammen mit einem Ordensbruder und zwei katholischen Laien auf den Weg.

Als sie Ephesus erreichten, fragten die beiden Lazaristen und ihre Begleiter zunächst bei einem armenischen Mechitaristenpater nach, der glaubte, im Degirmendere-Tal etwas gesehen zu haben. Als die dortigen Mönche ihnen nicht weiter helfen konnten, entschlossen sich die Vier, in Kusadasi zu übernachten und sich bei ihrer weiteren Suche nur auf das Buch und ihren Kompass zu verlassen.

Hinweis im Johannes-Evangelium

Wir wissen wenig über das Leben Mariens nach dem Pfingstereignis des Jahres 30 oder 33. Einzig das Johannes-Evangelium enthält einen Hinweis. Als Jesus seine Mutter und seinen Lieblingsjünger unter dem Kreuz sah, führte er sie zusammen, „sagte zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“ (Joh 19, 26-27)

Wie die übrigen Jünger, so blieb auch Johannes zwölf Jahre lang im Lande der Juden und verkündete ihnen das Evangelium. Erst als im Jahre 41 der neue König Herodes Agrippa seinen Bruder Jakobus gefangen nehmen und hinrichten ließ, verließ er, wie die meisten anderen Jünger, das Land. Die Tradition weiß, dass er nach Ephesus an der Ägäisküste Kleinasiens (das heutige Efes in der Westtürkei) ging, wo es eine große jüdische Gemeinde gab.

Bedeutendste Metropole

Ephesus war damals eine Weltstadt, die bedeutendste Metropole an der Westküste Kleinasiens. Hier befand sich das berühmte Heiligtum der Muttergöttin Artemis, das nicht nur Pilgerströme anzog, sondern so prachtvoll war, dass es zu den sieben Weltwundern gezählt wurde. Die Besucher des Heiligtums brachten Reichtum in die Stadt und ihre Silberschmiede, die kleine Nachbildungen des Artemis-Kultbildes anfertigten, waren weltberühmt.

Im Hafen von Ephesus legten Schiffe aus dem ganzen Mittelmeerraum an, der Handel florierte. Noch heute zeugen die Ruinen öffentlicher Prachtbauten, die teils vom Magistrat, teils aber auch von reichen Bürgern gestiftet wurden, vom opulenten Reichtum dieser Stadt. Bei den Römern war sie zudem Hauptstadt der Provinz Asia (Kleinasien) und Sitz des Statthalters.

Beunruhigende Predigt

Kein Wunder also, dass hier die Jünger Jesu das Evangelium verkündeten. Vom Wirken des Paulus zeugt die Apostelgeschichte; seine Predigt beunruhigte die heidnischen Silberschmiede und Devotionalienhändler, die um ihre Einnahmequelle fürchteten, so sehr, dass sie einen Aufstand gegen ihn anzettelten (Apg 19, 29).

Auch das erste Sendschreiben in der Offenbarung des Johannes (Offb 2, 1-7) ist an die junge Gemeinde von Ephesus gerichtet, was die Verbundenheit des Lieblingsjüngers Jesu mit dieser Stadt bestätigt. Er verließ sie erst, als der römische Kaiser Domitian ihn nach 81 n.Chr. auf die Insel Patmos verbannte, von wo er 96 n. Chr. zurückkehrte. Irgendwann um 100 n.Chr. verstarb er in Ephesus; über seinem Grab wurde im 6. Jahrhundert von Kaiser Justinian eine mächtige Basilika errichtet, deren Ruinen uns heute noch beeindrucken.

Drittes ökumenisches Konzil

Es ist also durchaus möglich, dass Maria um das Jahr 41/42 mit Johannes nach Ephesus ging. Immerhin fand dort im Jahre 431 das dritte ökumenische Konzil statt, das den Marientitel „Mutter Gottes“ zum Dogma erklärte. Das Konzil tagte in einer Kirche, die damals schon Maria geweiht war. Sie zeugte von der großen Verehrung der Gottesmutter in Ephesus auch vor dem Konzil, das die Marienverehrung im ganzen römischen Reich verbreitete.

Von einem „Marienhaus“ oder gar einem Grab Mariens in oder bei Ephesus wusste aber kein frühchristlicher Autor. Gregor von Tours, ein fränkischer Kleriker und Geschichtsschreiber des 6. Jahrhunderts, schreibt jedoch: „Auf einem Berggipfel in der Nähe von Ephesus sind vier Mauern ohne Dach erhalten. Johannes hat innerhalb dieser Mauern gewohnt.“

Kein Wort von Maria

Kein Wort von Maria. Im Gegenteil, man glaubte an den Bericht „Der Heimgang der seligen Maria“, der Bischof Meliton von Sardes (Anfang 2. Jahrhundert) zugeschrieben wurde, einem Schüler des hl. Johannes. Bezeugt ist er seit der Zeit um 500, seine Entstehung in der überlieferten Form wird von der Forschung in die zweite Hälfte des 4. Jahrhunderts datiert.

Darin beruft sich der Autor ausdrücklich auf den Apostel Johannes, wenn er behauptet, Maria sei nicht etwa mit ihm nach Ephesus gegangen, sondern habe „im Haus seiner Eltern nahe dem Ölberg“ gelebt. Als sie im 22. Jahr nach der Auferstehung Christi, also 52-55 n.Chr., den Tod nahen sah, sei er „auf einer Wolke vor aller Augen entführt“ und zu ihr gebracht worden.

Leeres Grab

Später folgten auf ähnlich wunderbare Weise die anderen Apostel, bis sie alle versammelt waren und sich von Maria verabschieden konnten. Sie setzten ihren Leichnam in einer Höhle am Ölberg bei und fanden ihr Grab am dritten Tag leer vor. Jesus hatte sie „mit Leib und Seele“ (wie es Papst Pius XII. erst 1950 auf der Grundlage dieser Überlieferung als Dogma formulierte) in den Himmel aufgenommen.

Noch heute wird in Jerusalem, direkt neben der Getsemani-Grotte, das leere Mariengrab verehrt. Ein noch früherer Autor, Lenchius, behauptete in seinen um 160-170 n. Chr. verfassten „Taten des hl. Johannes laut Prochurus“, der Apostel sei überhaupt erst nach dem Tod Mariens nach Ephesus gegangen.

Apokryphe Schriften

Auch drei apokryphe Schriften des 4. Jahrhunderts, das „B. Inatii missa S. Ioanni“, der Brief des Dionysius Areopagitos an Bischof Titus (363) und das „Ioannis liber de Dormitione Virginis“, lokalisieren ihre letzten Jahre und ihr Grab in Jerusalem. Seit dem 5. Jahrhundert beschreiben Pilger das Mariengrab im Garten Getsemani. Keine einzige frühe Quelle dagegen weiß etwas von ihrem Tod in Ephesus.

Einzig in einem Brief, den die Konzilsväter von Ephesus 431 an die Geistlichkeit in Konstantinopel geschrieben hatten, erwähnten sie, dass es Ephesus war, „wo Johannes der Theologe und die Gottesmutter, die heilige Jungfrau, sich von der Versammlung der heiligen Väter trennten“. Erst im 12. Jahrhundert vertrat auch der Patriarch Michael der Syrer diese Ansicht; er blieb weitgehendst ungehört.

Was Anna Katharina Emmerick schrieb

Anna Katharina Emmerick dagegen behauptete, Maria sei schon im Jahre 44/47 oder „von Christi Himmelfahrt vierzehn Jahre und zwei Monate“ in Ephesus verstorben. Detailliert beschrieb sie die Lage des Hauses, in dem sie neun Jahre lang mit Johannes gelebt haben soll:

„Mariä Wohnplatz war, wenn man von Jerusalem kommt (also in südlicher Richtung, d. Verf.), etwa drei ein halb Stunden von Ephesus auf einem Berg zur Linken. Dieser Berg fällt schief ab gen Ephesus, welches man, von Südost kommend, an einem Berg wie dicht vor sich liegen sieht, das sich aber ganz herumzieht, wenn man weiter geht. Südlich etwa von Ephesus, vor welchem große Alleen sind, unter denen gelbe Früchte am Boden liegen, führen schmale Pfade auf einen Berg, der wild bewachsen ist, und gegen die Höhe des Berges zu ist eine hügelige, auch bewachsene Ebene von etwa einer halben Stunde im Umfange, auf welcher diese Ansiedlung geschah. (...)

Eine kleine Strecke Wegs hinter diesem Hause stieg die Höhe des Berges felsig zu dessen Gipfel heran, von welchem man über die Hügel und Bäume hinaus auf Ephesus und das Meer mit seinen vielen Inseln sieht. Der Ort liegt näher am Meer als Ephesus (...) die Gegend ist einsam und unbesucht (...) Zwischen diesem Wohnort der heiligen Jungfrau und Ephesus läuft ein ganz wunderbar geschlängeltes Flüsschen.“

Vergebliche Suche

Mit dieser Beschreibung in der Hand machten sich Pater Jung und seine Gefährten also im Juli 1891 auf die Suche. Zwei Tage lang streiften sie vergeblich durch die Hügellandschaft südlich von Ephesus. Schließlich, am 29. Juli gegen 11.00 Uhr, brannten ihre trockenen Zungen. Müde und durstig erreichten sie ein Tabakfeld, auf dem ein paar Frauen arbeiteten.

„Habt Ihr etwas Wasser für uns?“, fragten die erschöpften Männer. „Leider haben wir keines mehr“, war die Antwort. „aber geht zu dem Kloster da drüben, dort werdet Ihr Wasser finden.“ Mit dem Finger deuteten sie in Richtung eines alten, verfallenen Hauses. Tatsächlich fanden sie dort einen Brunnen, dann schauten sie sich die Ruine genauer an:

Der Fund

„Das Haus Mariä war von Steinen, viereckig und an dem hinteren Ende rund oder eckig, die Fenster waren hoch oben angebracht, das Dach war platt“, heißt es bei Anna Katharina Emmerich. Die Beschreibung passte auf die Ruine, die vor ihnen lag, am Hange des Bülbül-Daghs, des Nachtigallenberges.

Als sie auf seinen Gipfel stiegen, sahen sie das Meer. Zwei Tage lang inspizierten die vier Männer die Gegend, dann waren sie sich sicher: Sie hatten das Haus gefunden, das die Mystikerin so präzise beschrieben hatte, ohne je in Ephesus gewesen zu sein. Es war das Haus, in dem den Visionen zufolge die selige Jungfrau Maria gelebt hatte!

Ungläubiger Pater Superior

Wieder zurück in Izmir, berichteten sie Poulin von ihren Beobachtungen. Der Pater Superior wollte ihnen nicht glauben. Dann machte er sich selbst auf den Weg und überzeugte sich davon, dass seine Lage tatsächlich in allen Details der Emmerick’schen Darstellung entsprach. Acht stattliche Platanen umgaben die Ruine, spendeten kühlenden Schatten. Seit Gregor von Tour scheint sich ihr Zustand kaum verändert zu haben.

Sie hatte kein Dach, die vier Wände waren in einem schlechten Zustand. Als Abbé Poulin nach Izmir zurückgekehrt war, ergriff er sofort die Initiative. Eine Ordensschwester, Marie de Mandat Grancey, hatte gerade ein kleines Vermögen geerbt und war bereit, es zur Gänze in die Wiederherstellung des Marienhauses zu investieren.

Visionen erneut bestätigt

So kaufte man das Anwesen, kanalisierte die Quelle, legte bessere Zugangspfade an, errichtete eine Marienstatue und einen Altar und schützte das Haus durch eine Glaskonstruktion. Im Verlauf der Arbeiten, am 24. August 1898, kam es zu einer weiteren, erstaunlichen Bestätigung der Emmerickschen Visionen.

Als die Arbeiter den Boden des Hauptraumes freilegten, stießen sie auf verkohlte Steine im Zentrum des Gebäudes, eben dort, wo laut der Stigmatisierten einst die Feuerstelle des Marienhauses lag: „(Das Haus) war in zwei Teile geteilt durch den in der Mitte angelegten Feuerherd.“

„Meryemana“

Fortan war es als „Meryemana“ (wörtlich: „Mutter Maria“), als „Marienhaus“ bekannt. Dann kam der erste Weltkrieg, die ganze Gegend wurde militärisches Sperrgebiet. Als die Lazaristen 1920 nach Meryemana zurückkehrten, fanden sie den Glasschutz zerstört, den Altar zertrümmert, die Platanen gefällt. Die Bronzestatue Mariens war verschwunden; die türkischen Finanzbehörden hatten das Gelände konfisziert. 30 Jahre dauerte der Kampf um die Stätte.

Erst 1951 wurden die Besitzverhältnisse vom türkischen Staat anerkannt. Seitdem gehört Meryemana einer privaten Vereinigung. Es kostete den Verein einige Mühe, dann hatte er auch die türkischen Behörden überzeugt, dass das Haus Mariens ein potentielles Ziel für den Fremdenverkehr ist.

Schon ab 1896 fanden von Izmir aus Wallfahrten nach Meryemana statt. 1950, als Rom das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel verkündete, wurde diese Tradition erneuert. Seitdem pilgerten zwei Päpste, Paul VI. am 26. Juli 1967 und Johannes Paul II. am 30. November 1979, in das Marienhaus und feierten dort die hl. Messe.

Erste amtskirchliche Bestätigung

Dadurch allein erhielten die Visionen der Anna Katharina Emmerick ihre erste amtskirchliche Bestätigung – lange vor ihrer Seligsprechung im letzten Jahr des Pontifikats von Johannes Paul II., am 3. Oktober 2004. Heute besuchen jedes Jahr einige hunderttausend Pilger und Touristen das Heiligtum bei Ephesus.

Eine gut ausgebaute Autostrasse windet sich in Serpentinen hinauf zu dem bescheidenen Wallfahrtsort, der inmitten eines kleinen Haines liegt, umgeben von der archaischen Natur des Nachtigallenberges. Seine Bedeutung für den Tourismus und die traditionelle Verehrung der Moslems für die „Mutter des Propheten Jesus“ lassen es zur Insel der Toleranz für die ansonsten diskriminierten türkischen Christen werden.

Auch Musliminnen kommen

Französische Schwestern betreuen das kleine Heiligtum des Hauses Mariens, zu dem auch Musliminnen aus der Umgebung kommen, um Maria um Hilfe in verschiedenen Nöten zu bitten. Es ist ein Ort des Friedens, ein heiliger Ort von schmuckloser Einfachheit. An langen Leinen, die zwischen den Bäumen gespannt sind, hängen Gebete. Muslime wie Christen trinken aus der heiligen Quelle neben der Kapelle.

Der Koran spricht voll Ehrfurcht von Maria. Auch für den Muslim ist sie begnadet und ohne Sünde von Anfang an. "Sie glaubte an die Worte ihres Herrn und an seine Schriften und sie war eine von den Demütigen, die sich Gott ganz ergeben", heißt es im Koran. Das Konzilsdekret des Zweiten Vatikanums über die nicht-christlichen Religionen betont ausdrücklich die Marienverehrung der Muslime. Hier führt die „Mutter Maria“ die Gläubigen zusammen.

Nichts spricht dagegen, dass Maria tatsächlich eine Zeit lang mit Johannes in diesem Haus gelebt hat. Gestorben aber ist sie wahrscheinlich in Jerusalem; die frühchristliche Tradition ist zu eindeutig, um etwas anderes anzunehmen. Doch obschon Visionen immer subjektiv und manchmal sogar widersprüchlich sind, so bleibt doch beendruckend, wie präzise eine westfälische Landarbeitertochter topographische Details aus einer Region des damaligen osmanischen Reiches beschrieb.

Faszinierendes Heiligtum

So bleibt das Marienhaus bei Ephesus ein faszinierendes Heiligtum, ein Ort des Gebets für Christen und Moslems, eine Stätte der Begegnung und des Dialogs. Und das ist, was die Türkei in diesen Tagen am meisten braucht. Schon deshalb ist es gut und richtig, dass Benedikt XVI., wie schon seine beiden Vorgänger, dem Meryemana einen Besuch abstattet.

Michael Hesemann, Schriftsteller und Historiker, schrieb zehn Bücher zu Themen der Kirchengeschichte. Er lebt in Düsseldorf und Rom. Im Herbst 2006 erschien sein jüngstes Werk, „Stigmata – Sie trugen die Wundmale Christi“, in denen er sich ausführlich der seligen Anna Katharina Emmerick widmet.







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