Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Hamburger Erzbischof Heße meint: 'Christus ist nicht Mann geworden'
  2. "Haltet immer zum Papst, und ihr werdet Christus nie verlieren!"
  3. Bätzing: „Es gibt keine Tendenzen in irgendeiner Weise, uns als Nationalkirche abzuspalten“
  4. Ein unheiliger Zorn von Bischof Bätzing
  5. „Aus den Kirchen und ihren Amtsträgern waren bisher keine kritischen Stimmen zu hören“
  6. "Religion nicht instrumentalisieren"
  7. Kardinal Koch: Papst hat seine Sorge über Deutschland geäußert
  8. Vatikanischer Kurienpräfekt Becciu verliert Kardinalsrechte
  9. Was für ein Desaster!
  10. Woelki: „Ich bin gerne bereit mich auf einen Dialog über Lebenswirklichkeiten einzulassen“, aber…
  11. Corona: Schönborn nimmt Politiker in Schutz gegen Vorwürfe
  12. "Warum die Ernennung von Amy Coney Barret wichtiger als 20 Kardinalsernennungen ist"
  13. Oster: „Irritierend, dass Sie nicht auf Problematik des ungeschützten jungen Lebens eingehen“!
  14. USA gegen ‚sexuelle und reproduktive Rechte’ in UNO-Resolution zu Covid-19
  15. Mehr protestantisch brauchen wir nicht

Reportage über Kindereuthanasie bekommt 12.000 Euro als Medienpreis

26. November 2006 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beitrag über Kriterien zur legalen Tötung schwerkranker Kinder "geehrt".


Berlin/Dresden (www.kath.net/idea)
Eine Reportage, die Kindereuthanasie in den Niederlanden positiv darstellt, hat am 24. November den Medienpreis „Im Zentrum der Mensch“ des Dresdener Deutschen Hygiene-Museums und der DKV Deutsche Krankenversicherung erhalten. Der prämierte Text des Schweizer Journalisten Erwin Koch „Der gute Tod“ beschreibt die Tötung schwerkranker und behinderter Neugeborener.

Dabei erläutert Koch die wissenschaftlichen und ethischen Kriterien einer holländischen Klinik, nach denen solche Kinder legal getötet werden dürfen. Der mit 12.000 Euro dotierte Preis zählt zu den wertvollsten deutschen Auszeichnungen im Wissenschaftsjournalismus. Diesjähriges Thema war „Ethik in der modernen Medizin“.

Sprecher aller Parteien kritisieren „Ungeheuerlichkeit“

Gegen diese Auszeichnung haben die behindertenpolitischen Sprecher aller im Bundestag vertretenen Parteien mit einer gemeinsamen Presserklärung protestiert. Sie warfen Koch vor, die Euthanasie an Kindern ästhetisiert zu haben. Der Journalist gründe seine Reportage auf Aussagen des Kinderarztes Eduard Verhagen, der vier Neugeborene tötete. Dessen Begründung sei, dass das Leben dieser kranken Kinder ihren Interessen widerspreche. Nach Ansicht der Politiker ist die Prämierung eine Ungeheuerlichkeit. Es gebe kein lebensunwertes Leben. Selbst aus Mitleid dürfe niemand Menschen mit schwerer Behinderung oder Krankheit töten.

Prämierung im Widerspruch zur Ausstellung „Tödliche Medizin“

Die Politiker weisen auch auf den Widerspruch zwischen Kochs Reportage und der aktuellen Ausstellung des Hygiene-Museum „Tödliche Medizin – Rassenwahn im Nationalsozialismus“ hin. Darin werde beschrieben, dass von 1933 bis 1945 mehr als 200.000 Menschen von den Nationalsozialisten im Zuge sogenannter Euthanasie-Maßnahmen ermordet und 400.000 Menschen Opfer von Zwangssterilisationen wurden.

Unterzeichner der Erklärung sind die Abgeordneten Hubert Hüppe (CDU/CSU), Silvia Schmidt (SPD), Jörg Rohde (FDP), Ilja Seifert (Die Linke) und Markus Kurth (Bündnis’90/Die Grünen). Die Preis-Jury wies die Kritik zurück. Koch habe seine Leser mit der Dramatik eines moralischen Dilemmas konfrontiert, ohne eine bestimmte Sichtweise aufzudrängen.

Foto: © Kirche in Not



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Belgien zählt 2.655 Euthanasiefälle im Jahr 2019
  2. Sterbehilfe schafft Mörder
  3. Deutsche Verfassungsrichter erlauben geschäftsmäßige 'Sterbehilfe'
  4. Schweiz: Häftling beantragt assistierten Selbstmord
  5. Neuer Trend: Euthanasie und Organspende
  6. Belgische Bischöfe zur Sterbebegleitung: Richtlinie lässt Fragen offen
  7. R. I. P. Vincent Lambert
  8. Kanada: Initiative für Gewissensklauseln bei Euthanasie
  9. Euthanasie in Belgien: Drei Personen unter 18 Jahren tot
  10. Bioethiker warnt vor ‚Grundrecht’ auf Euthanasie








Top-15

meist-gelesen

  1. Hamburger Erzbischof Heße meint: 'Christus ist nicht Mann geworden'
  2. Ein unheiliger Zorn von Bischof Bätzing
  3. Kardinal Koch: Papst hat seine Sorge über Deutschland geäußert
  4. Vatikanischer Kurienpräfekt Becciu verliert Kardinalsrechte
  5. Sizilien: Kirche der Heiligen Agatha verwüstet
  6. Bätzing: „Es gibt keine Tendenzen in irgendeiner Weise, uns als Nationalkirche abzuspalten“
  7. „Aus den Kirchen und ihren Amtsträgern waren bisher keine kritischen Stimmen zu hören“
  8. "Warum die Ernennung von Amy Coney Barret wichtiger als 20 Kardinalsernennungen ist"
  9. Was für ein Desaster!
  10. Woelki: „Ich bin gerne bereit mich auf einen Dialog über Lebenswirklichkeiten einzulassen“, aber…
  11. Klare Antwort von Bischof Overbeck: „Nein, für die Wandlungsworte ist das nicht denkbar“
  12. Eine nie dagewesene Glaubenskrise – hin zu einem Schisma?
  13. Kardinal Becciu verteidigt sich: Habe kein Geld unterschlagen
  14. "Haltet immer zum Papst, und ihr werdet Christus nie verlieren!"
  15. Kardinal Woelki befürchtet "dramatische Folgen" durch "Synodalen Weg"

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz