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Bischof Kapellari gegen Nitsch-Auftritt in Pfarrkirche
 
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Nitsch hat sich von "unerträglichem Umgang mit der Gestalt Christi" nicht distanziert und soll in Sakralräumen der Diözese Graz nicht mehr auftreten

Graz (kath.net/KAP) Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari hat schwere Bedenken und "Missfallen" gegen einen Auftritt des Aktionskünstlers Hermann Nitsch in der Pfarrkirche St. Ulrich in Greith zum Ausdruck gebracht. In einem am Freitagnachmittag publizierten "Offenen Brief" an den zuständigen Pfarrer Johann Hölbing weist Kapellari darauf hin, dass Nitsch in einem seiner Werke auf "unerträgliche Weise" mit der Gestalt Jesu Christi umgegangen sei.

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"Die von mir geachtete Freiheit der Kunst findet in unseren Kirchen ihre Grenze, wenn ein Künstler die Würde Jesu Christi schwerwiegend verletzt und sich seither davon nicht distanziert hat", betont der Bischof. Daher wünsche er, dass Nitsch "in Sakralräumen meiner Diözese in Hinkunft nicht tätig wird" - auch wenn Nitsch international als ein Künstler von Rang gelte. Es bleibe Nitsch "hinreichend Gelegenheit, im öffentlichen Raum außerhalb der Sakralräume meiner Diözese tätig zu sein".

Wie der Bischof weiter erklärt, habe er erst Freitagnachmittag - auch infolge von Klagen aus der Gemeinde Sulmeck-Greith - erfahren, dass der Aktionskünstler Nitsch am Freitagabend ein Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Ulrich in Greith geben soll.

"Ich bin in Österreich oft als Brückenbauer zwischen Gegenwartskunst und Kirche bezeichnet worden und will dies auch sein", betont Bischof Kapellari. "Mit Herrn Nitsch habe ich im vergangenen Jahr in der Akademie der Bildenden Künste in Wien öffentlich diskutiert. Dabei habe ich auf seinen unerträglichen Umgang mit der Gestalt Jesu Christi im Libretto 'Die Eroberung von Jerusalem' hingewiesen."

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