12 März 2006, 20:40
Psychologen und Theologen kritisieren schwulen Cowboyfilm
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Film'
Gerard van den Aardweg: Film "Brokeback Mountain" vermittele den Eindruck, daß Schwulsein vielleicht auch etwas für die jungen Zuschauer sei.

Aardenhout/ Kassel (www.kath.net/idea)
Die Auszeichnung des Films "Brokeback Mountain" mit drei "Oscars" stößt bei Christen und Politikern in den USA auf Kritik. Mit der Botschaft, Homosexualität sei nicht nur etwas für "Softies", sondern auch für "harte Männer", könnte der Film die ethische Verwirrung unter Jugendlichen vergrößern. Dieser Ansicht sind christliche Psychologen und Theologen. Der Film zeigt die Beziehung zwischen zwei schwulen Cowboys, die ihre Liebe in ihrem gesellschaftlichen Umfeld nicht ausleben können. In Deutschland ist "Brokeback Mountain" von der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) ab zwölf Jahren freigegeben. In diese Kategorie gehören laut FSK Filme, die gesellschaftliche Themen seriös problematisieren und für die Meinungs- und Bewußtseinsbildung von 12- bis 15jährigen Jugendlichen bedeutsam sind. Dies trifft auf "Brokeback Mountain" allerdings nicht zu, meint der niederländische Psychologe Gerard van den Aardweg (Aardenhout), der seit Jahrzehnten auf dem Gebiet der Homosexualität forscht. Jugendliche würden vielmehr zu homosexuellen Erfahrungen ermutigt. Der Film vermittele den Eindruck, daß Schwulsein vielleicht auch etwas für die jungen Zuschauer sei, "denn richtige Männer praktizieren das auch", sagte van den Aardweg gegenüber idea.

Werbung
weihnachtskarten

Weißes Kreuz: Christen sollen das biblische Menschenbild vorleben

Nach Ansicht des Geschäftsführers des evangelischen Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge, Weißes Kreuz, Pastor Karl-Heinz Espey (Kassel), ist es der Homosexuellen-Lobby gelungen, ihre Auffassung von der Gleichwertigkeit aller sexuellen Neigungen gesellschaftsfähig zu machen. Warnungen von Psychologen, daß pubertierende Jugendliche in der schwierigen Phase der Selbstfindung besondere Schutzräume brauchten, würden nicht mehr gehört, wie die FSK-Einordnung zeige. Mit moralischer Entrüstung, Demonstrationen und dem Verbot, sich "Brokeback Mountain" anzusehen, könnten Christen ihre Kinder nicht vor schädlichen Einflüssen schützen. Stattdessen sollten sie in Familien, Gemeinden und Verbänden zeigen, daß Gott Männer und Frauen geschaffen habe, damit sie sich gegenseitig, auch sexuell, ergänzen. "Leibhaftige Vorbilder prägen Jugendliche mehr als Filme", so Espey gegenüber idea. Eltern, deren Kinder sich dennoch "Brokeback Mountain" ansehen wollen, empfiehlt Espey, sie auf das dem Film zugrundeliegende unbiblische Menschenbild hinzuweisen und mit ihnen über Kriterien für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Sexualität zu sprechen.

Diskussion im Forum

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Einsiedler Abt Urban Federer meint: „Schwul und zölibatär ist okay“ (62)

„Der Schutz des Lebens hat für die CDU überragende Bedeutung“ (56)

Der Traum alter Männer (46)

Causa 'Alois Schwarz' - Rom untersagt Pressekonferenz der Diözese Gurk (36)

Anglikanische Kirche führt Feier für Transgender-Personen ein (35)

„Deutsche Bischöfe überschritten klar ihre lehramtliche Kompetenz“ (33)

R. I. P. Robert Spaemann (31)

Das wäre der Dschungel... (30)

Bischof: Keine Untersuchung eines möglichen eucharistischen Wunders (27)

NEU! - kath.net-WhatsApp-Newsletter - NEWS und MISSION (26)

Weihbischof Michael Gerber wird neuer Bischof von Fulda (26)

Zollitsch-Satz ist „sehr katholisch“ (23)

Was am Katholizismus so klasse ist: Die Verbindlichkeit! (22)

Argentinien: Erzbischof spricht von „einer Art klerikaler Homolobby“ (21)

Polen und Ungarn blockieren erfolgreich die „LGBTIQ-Rechte“ in der EU (20)