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Wenn ein Frauenrecht die Frauen richtet

7. März 2006 in Deutschland, keine Lesermeinung
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8. März, Weltfrauentag: Auf den ersten Blick ein Recht auf Selbstbestimmung, auf den zweiten Blick eine massive Selbstverletzung – Abtreibung.


Münster (www.kath.net) „Der weltweit häufigste medizinische Eingriff, den Frauen über sich ergehen lassen, ist leider eine Abtreibung“, berichtete die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, in Münster anlässlich des Weltfrauentages am 8. März. Aktuelle Berechnungen der UN-Organisation gehen von 46 Millionen Abtreibungen jährlich aus.

„Gegenwärtig beobachten wir außerdem eine breit angelegte, internationale Kampagne für ein sogenanntes Menschen- und Frauenrecht auf legale Abtreibung, die auch von Organisationen betrieben wird, die sich für aktive Bevölkerungsentwicklungskontrolle einsetzen.“ Länder wie China und Indien machten aus dem „Recht abzutreiben“ eine Pflicht für Frauen, sie bekennen sich öffentlich zu ihrem Zwangsabtreibungs- und Sterilisierungsprogramm.

Auch in weiteren Ländern werden Frauen gerade in sozial schwierigen Lagen mehr und mehr gedrängt oder gezwungen, Schwangerschaften durch Abtreibungen zu beenden. Oft geht dabei die Entscheidung und Initiative vom Umfeld der Frau und seinen Interessen aus.

In der Regel werden Frauen nicht über die psychischen und physischen Folgen nach einer Abtreibung aufgeklärt. Internationale Untersuchungen, wie gerade an der Universität Oslo und in Australien veröffentlicht, belegen den engen Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen – wie posttraumatischen Störungen – und Abtreibungen.

Fast jede zweite Frau unter 25 entwickelt nach einer vorgeburtlichen Kindstötung schwere Depressionen. Ebenso können bleibende gesundheitliche Folgen auftreten, wie höhere Quoten bei Entzündungen und Fehlgeburten oder Sterilität (bei ca. vier Prozent). Allein diese negativen medizinischen Konsequenzen, unter denen Millionen Frauen leiden, müssten Anlass genug sein, Abtreibungen nicht als positives Frauenrecht zu deklarieren und einzufordern.

„Gleich unter welchen konkreten Bedingungen sie durchgeführt wird, für eine Frau ist eine Abtreibung immer ein Risiko und insofern auch keine „frauenfreundliche“ Entscheidung, wie an vielen Abtreibungsbefürwortern behauptet wird. Wer die Lebenswirklichkeit von Frauen tatsächlich verbessern will, muss am Weltfrauentag auch die Schattenseiten eines so genannten „Fortschritts“ in der Entwicklung der Frauenrechte thematisieren“, so Löhr.

Foto: Christoph Hurnaus



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