Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  10. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  11. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  12. Zeitliche und ewige Zukunft
  13. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  14. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  15. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung

Die Titel des Papstes

5. März 2006 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Westen ist Benedikt XVI. nicht mehr genug. Das zeigt die Aufgabe des päpstlichen Titels "Patriarch des Westens". Von Paul Badde / Die Welt.


Rom (www.kath.net / welt) Papst Benedikt XVI. will kein „Patriarch des Westens“ mehr sein und verzichtet künftig auf diesen von seinen Vorgängern verwendeten Titel. Zum besseren Verständnis dieser Nachricht ist ein kleiner Ausflug in die Geschichte notwendig, zuerst ins Jahr 380. Damals machte Kaiser Theodosius I. das christliche Credo von Nizäa zum Pflichtbekenntnis aller Untertanen Roms.

Zwölf Jahre später ließ derselbe Kaiser jeden heidnischen Kult verbieten. Zwei Jahre später vereinigte er noch einmal das ganze Römische Weltreich, bevor das Imperium nach seinem Tod 395 endgültig in zwei Teile auseinander brach. Im oströmischen Reich, auf dessen Territorium die Christenheit entstanden war, lagen damals die altehrwürdigen Patriarchensitze von Antiochia, Alexandria, Jerusalem und Konstantinopel.

Es waren nicht zuletzt machtpolitische Erwägungen, warum Kaiser Theodosius II., ein Enkel Theodosius I., auch dem römischen Bischof den Titel eines Patriarchen verlieh. Seitdem galt der Nachfolger Petri neben den Patriarchen im Osten jedenfalls auch als „Patriarch des Abendlandes“, der sich vor allem mit seinem Kollegen in der Kaiserstadt Konstantinopel um den Primat stritt.

Diesen Titel hat Benedikt XVI. nach mehr als 1500 Jahren im neuen päpstlichen Jahrbuch nun plötzlich ersatzlos von der Liste der bisher neun Titel der Päpste streichen lassen. Ähnliche Bestrebungen hatte es schon im Mittelalter gegeben, in dem Roms Päpste nicht mehr gern auf einer Stufe mit den östlichen Patriarchen gesehen werden wollten. Die Bezeichnung besaß ja auch nie eine theologische Begründung.

Das aber kann nur ein Beleg dafür sein, dass der deutsche Papst die Tilgung des Titels nun in jene Reihe leiser Signale einfügt, durch die er sein erstes Amtsjahr bisher geprägt hat. Es ist der Anspruch eines neuen Selbstbewusstseins ebenso wie die Aufgabe einer alten unnötigen Konkurrenz. Vor allem aber ist die Aufgabe des Titels der Verzicht auf eine alte Beschränkung. Der Westen ist Benedikt XVI. nicht mehr genug.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  2. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  3. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  4. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"
  5. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  6. Benedikt XVI.: "Das Kommen des Herrn ist einmalig"
  7. Vorweihnachtliches Lichtermeer
  8. Stardirigent Riccardo Muti erhält Ratzinger-Preis
  9. Was macht die Menschenwürde unantastbar?
  10. Jesus klopft an die Tür unseres Herzens, und er bittet uns einzutreten, für immer!






Top-15

meist-gelesen

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  3. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  4. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  5. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  8. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  9. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  12. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  13. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  14. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  15. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz