Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

Über die Feier der Heiligen Messe

9. Jänner 2006 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Schreiben der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an den Neokatechumenalen Weg im Wortlaut


Rom (kath.net/ Zenit.org)
Wir veröffentlichen den Brief, den Kardinal Francis Arinze, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, den Initiatoren und Verantwortlichen des Neokatechumenalen Weges zukommen ließ. Das Schreiben klärt Fragen der Eucharistiefeier und besitzt normativen Charakter.

Vatikanstadt, am 1. Dezember 2005

Herr Kiko Argüello,
Frau Carmen Hernández,
ehrwürdiger P. Mario Pezzi!

Als Resultat der Gespräche, die diese Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung über die Feier der Heiligen Messe in den Gemeinschaften des Neokatechumenalen Weges führte sowie gemäß der Richtlinien, zu denen man bei unserer letzten Begegnung am vergangenen 11. November gekommen ist, teilen wir Ihnen die Entscheidung des Heiligen Vaters mit.

Der Neokatechumenale Weg wird bei der Feier der Heiligen Messe die von der Kirche approbierten liturgischen Bücher akzeptieren und ihnen folgen, ohne etwas auszulassen oder hinzuzufügen. Außerdem werden bezüglich einiger Punkte folgende Hinweise und Präzisierungen betont:

1. Der Sonntag ist der "Dies Domini", wie es der Diener Gottes Papst Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben über den Tag des Herrn veranschaulichte. Deshalb soll der Neokatechumenale Weg in Dialog mit dem jeweiligen Diözesanbischof treten, damit auch im Kontext der liturgischen Feiern die Integration der Gemeinschaften des Neokatechumenalen Weges in der jeweiligen Pfarre zum Ausdruck kommt. Um das zu erreichen, sollen die Gemeinschaften des Neokatechumenalen Weges mindestens an einem Sonntag des Monats die Heilige Messe in der Pfarrei besuchen, um sie gemeinsam mit den Gläubigen der Pfarrgemeinde zu feiern.

2. Eventuelle Erläuterungen vor den Lesungen sollen kurz gehalten werden. Zudem ist es notwendig, sich an das zu halten, was im "Institutio Generalis Missalis Romani" (105 und 128) sowie in den "Praenotanda" des "Ordo Lectionum Missae" (15, 19, 38, 42) festgelegt ist.

3. Die Predigt bleibt aufgrund ihrer Bedeutung und ihrem Wesen dem Priester oder dem Diakon vorbehalten (vgl. Kirchenrechtskodex, can. 767 § 1). Für die Zeugnisse, die gläubige Laien bei manchen Gelegenheiten vorbringen können, stehen jene Zeiträume und Vortragsweisen zur Verfügung, die in der interdikasterialen Instruktion "Ecclesiae de Mysterio" angeführt werden. Diese Instruktion wurde von Papst Johannes Paul II. approbiert und am 15. August 1997 veröffentlicht. In diesem Dokument heißt es in Artikel 3, Paragraph 2 und 3:

"Es ist gestattet, eine kurze Erklärung zu geben, die zum tieferen Verständnis der liturgischen Feier beiträgt. Außerdem ist ausnahmsweise auch manchmal ein Zeugnis erlaubt, wenn die liturgischen Richtlinien berücksichtigt werden und es sich um eine Eucharistiefeier an einem besonderen Tag handelt (Jubiläumstag des Seminars, Tag des Kranken usw.) - und zwar immer dann, wenn dies aus objektiven Gründen für zweckmäßig gehalten wird und zur Erläuterung der Predigt dient, die gewöhnlich vom zelebrierenden Priester gehalten wird. Diese Erklärung sowie die Zeugnisse dürfen nicht den Charakter einer Predigt haben, damit es diesbezüglich keine Verwechslungen gibt" (§ 2).

"Von der Möglichkeit des 'Dialogs' in der Predigt (vgl. 'Directorium de Missis cum Pueris', 48) kann der Zelebrant an bestimmten Gelegenheiten Gebrauch machen, wenn er dieses Mittel zur Veranschaulichung einsetzt, was aber nicht bedeutet, dass er die Predigtpflicht an einen anderen delegiert" (§ 2).

In diesem Zusammenhang muss auch aufmerksam auf das geachtet werden, was in der Instruktion "Redemptionis Sacramentum", 74, erläutert wird.

4. Hinsichtlich des Friedensgrußes kann der Neokatechumenale Weg weiterhin gemäß der bereits gewährten Ausnahmeregelung verfahren, bis es diesbezüglich eine anders lautende Bestimmung gibt.

5. In Bezug auf den Empfang der heiligen Kommunion wird dem Neokatechumenalen Weg eine Übergangszeit (nicht mehr als zwei Jahre) gewährt, um von der gegenwärtigen Form des Kommunionsempfangs in ihren Gemeinschaften (im Sitzen und um einen Tisch versammelt, der an Stelle vom Altar im Presbyterium im Zentrum der Kirche steht), zu jenem Modus überzugehen, wie er in der ganzen Kirche üblich ist. Das bedeutet, dass sich der Neokatechumenale Weg jene Richtlinien aneignet, wie sie in den liturgischen Büchern hinsichtlich der Ausspendung des Leibes und des Blutes Christi vorgesehen sind.

6. Der Neokatechumenale Weg soll auch die anderen Hochgebete verwenden, die im Missale enthalten sind, nicht ausschließlich das Hochgebet II.

Zusammenfassend soll der Neokatechumenale Weg bei der Feier der Heiligen Messe den Anweisungen der approbierten liturgischen Bücher folgen und sich konkret an die Inhalte der Abschnitte 1, 2, 3, 4, 5 und 6 halten.

In großer Dankbarkeit gegenüber dem Herrn für die Früchte und Gaben, die der Kirche dank der zahlreichen Tätigkeiten des Neokatechumenalen Weges zuteil werden, nütze ich diese Gelegenheit, um Ihnen meine herzlichen Grüße auszurichten.

+ Francis Card. Arinze Prefecto
Congregatio de Cultu Divino et Disciplina Sacramentorum

(ZENIT-Übersetzung des italienischen Originals)

Diskussion im Forum



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  2. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie
  5. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  6. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  7. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  8. Vom Elend der Fürbitten
  9. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  10. Umkehr – Beichte – Bußsakrament






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  4. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  8. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  11. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  12. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  13. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz