Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  12. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken

Vatikan beendet liturgische Sonderregelungen für Neokatechumenat

2. Jänner 2006 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In einem Brief wird festgestellt, dass die neokatechumenalen Gemeinschaften "den liturgischen Büchern der Kirche folgen müssen, ohne etwas hinzuzufügen oder wegzulassen".


Vatikan (www.kath.net) Zukünftig wird es keine liturgischen Sonderregelungen mehr für das Neokatechumenat geben. Das geht aus einem mit dem 1. Dezember 2005 datierten Brief hervor, den Kardinal Francis Arinze, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an die Leiter des neokatechumenalen Wegs schickte, an Kiko Argüello, Carmen Hernández und den Priester Mario Pezzi.

Über den Brief berichteten einige Medien, darunter „Zenit“ sowie die „Tagespost“. Dem Schreiben voraus ging ein langer Dialog zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Neokatechumenat. In dem Brief wird festgestellt, dass die neokatechumenalen Gemeinschaften „den liturgischen Büchern der Kirche folgen müssen, ohne etwas hinzuzufügen oder wegzulassen“.

„Zumindest an einem Sonntag im Monat müssen die neokatechumenalen Gemeinschaften an der Heiligen Messe der Pfarrgemeinde teilnehmen“, ist in dem Brief zu lesen. Die Verantwortlichen müssten außerdem in einen Dialog mit dem Diözesanbischof treten, um sicher zu stellen, dass das Neokatechumenat mit der örtlichen Pfarre zusammenarbeitet.

Kommentare vor den Lesungen seien erlaubt, sie müssten jedoch „kurz“ sein und der Allgemeinen Einführung ins Messbuch folgen. Die Homilie sei „dem Priester oder Diakon vorbehalten“, ist weiters zu lesen. Zeugnisse von Laien hätten ihren Platz, so wie es in der Instruktion „Ecclesia de Mysterio“ von 1997 vorgesehen sein.

Auch die exklusive Verwendung des zweiten Hochgebetes wird kritisiert. Der Neokatechumenale Weg müsse auch Gebrauch von den anderen Hochgebeten machen und möge nicht nur das zweite Hochgebet verwenden, heißt es in dem Brief.

Weiteres Thema war der Kommunionempfang. Die Mitglieder des Neokatechumenalen Weges empfangen die Kommunion – ein speziell vorbereitetes Brot sowie Wein – um einen großen Tisch herum sitzend. In dem Brief wird dem Neokatechumenat nun eine „Übergangszeit“ von maximal zwei Jahren gewährt, um von dieser Weise des Kommunionempfanges Abschied zu nehmen und zurück zu jener zu kehren, die in der ganzen Kirche üblich ist. Der einzige Punkt, der in dem Schreiben ausdrücklich gestattet wurde, ist der Austausch des Friedensgrußes vor der Opferung.

Der neokatechumenale Weg sei „die einzige kirchliche Gemeinschaft, der innerhalb des römischen Ritus liturgische Sonderheiten als legitim, wenn auch auf Zeit gestattet werden“, heißt es in einem Artikel in der „Tagespost“. „Diese sind allerdings nunmehr eindeutig beschränkt worden. Die von Benedikt XVI. angezeigte Richtung ist die der Integration in die Liturgie der einen römischen Kirche. Eine andauernde Duldung der Sonderheit scheint ausgeschlossen.“

Foto: Klemens Hrovath



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „O Sapientia“ – O Weisheit
  5. „O Emmanuel“ – Gott mit uns, Gott für uns, Gott in uns
  6. „O Rex Gentium“ – König der Völker, König des Staubs
  7. „O Oriens“ – Licht, das in die tiefste Nacht fällt
  8. „O Clavis David“ – Der Schlüssel zur Freiheit
  9. „O Radix Jesse“ – Hoffnung aus dem Stumpf
  10. „O Adonai“ – Der Gott im Feuer und der ausgestreckte Arm






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz