Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  3. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  7. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  8. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  9. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"

Iran: Christlicher Konvertit ermordet

30. November 2005 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beamte des Sicherheitsministeriums ließen jetzt die Warnung verbreiten, dass "die Regierung weiß, was ihr tut, und wir werden bald auf euch losgehen".


Teheran (www.kath.net) Ein zum Christentum bekehrter Iraner ist am 22. November von Zuhause entführt und erstochen worden. Das meldete die internationale Hilfsorganisation „Open Doors“. Einige Stunden später warf man seinen blutenden Körper wieder vor sein Haus. Der 50-jährige Ghorban Tori leitete im nordwestiranischen Gonbad-e-Kavus eine freie Hausgemeinde konvertierter Christen.

Innerhalb weniger Stunden nach dem Mord kam die örtliche Geheimpolizei zum Heim des Pastors, um nach Bibeln und anderen verbotenen christlichen Büchern in der Sprache Farsi zu suchen. Einer Informationsquelle zufolge verhafteten Beamte des Informations- undSicherheitsministeriums (MOIS) bis zum 28. November innerhalb von 8 Tagen in verschiedenen Städten, einschließlich Teheran, zehn andere Christen undfolterten sie schwer.

Seit Toris Ermordung sind bekannte christliche Leiter auch von MOIS-Beamtenbesucht und angewiesen worden, die Warnung zu verbreiten, dass „dieRegierung weiß, was ihr tut, und wir werden bald auf euch losgehen“. Tori war vor über zehn Jahren während eines Aufenthaltes in Turkmenistan vomIslam zum Christentum übergetreten.

Als er 1998 in den Iran zurückkehrte, begann er, seinen Freunden und Verwandten von seinem christlichen Glauben zu erzählen. Innerhalb von zwei Jahren versammelte sich eine kleine Gemeinschaft von 12 Gläubigen in seinem Haus. Aber es gab auch Feindschaft: Mindestens ein Verwandter griff ihn tätlich an. Im letzten Jahr gingen einige Todesdrohungen bei ihm ein.

Tori, der Frau und vier Kinder zwischen 3 und 23 Jahren hinterlässt, ist derfünfte Pastor, der in den letzten 11 Jahren im Iran von Unbekannten ermordetwurde. Drei der fünf waren ehemalige Muslime, für die nach iranischem Rechtdie Todesstrafe wegen Apostasie (Abfall vom Glauben) gilt.

Der Mord an Tori erfolgte nur wenige Tage, nachdem der iranische PräsidentMahmoud Ahmadinejad, ein Hardliner, vor den Provinzgouverneuren erklärthatte, die Regierung müsse die blühende Hausgemeinde-Bewegung überall imLand stoppen. Das wurde anscheinend als Grünes Licht für die Ermordung vonChristen angesehen.

Ein Abgeordneter, der Anhänger des Zarathustrismus ist, protestiertekürzlich vor dem Parlament gegen die Beleidigung von Nichtmuslimen durcheinen wichtigen Berater Ayatollah Ali Khameneis, des obersten Führers derislamischen Republik Iran.

Ayatollah Ahmad Jannati habe jugendlichen Basijis (den Mitgliedern einerfreiwilligen Miliz zur Durchsetzung der strikten islamischen Vorschriften),die sich auf Selbstmordaktionen vorbereiten, gesagt, Nichtmuslime seien „sündige Tiere, welche die Erde durchstreifen und sich an Korruption beteiligen“. Jannati, der Generalsekretär des mächtigen Wächterrats, istMentor und enger Berater von Ahmadinejad.

Hunderte von Gouverneuren, Botschaftern und leitenden Ministerialbeamtensind im letzten Monat von Ahmadinejad durch junge, zumeist unerfahreneIslamisten ersetzt worden. Ein Geistlicher, der nicht einmal einenakademischen Abschluss hat, ist zum Beispiel zum Rektor der Teheraner Universität,der ältesten Uni des Landes, ernannt worden, wogegen Studenten lautprotestierten.

Im November verlegte der neue Gefängnisdirektor eine gewisse Zahl vonpolitischen Häftlingen in Abteilungen für verurteilte Mörder undDrogenhändler. Mindestens ein politischer Gefangener ist von Mithäftlingengetötet worden, was die Furcht iranischer Christen um die Sicherheit HamidPourmands schürt. Er ist zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden undsitzt als Konvertit zum Christentum im Teheraner Evin-Gefängnis.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  2. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  3. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  4. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  5. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  6. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  7. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  8. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule
  9. Berlin: Fastenbrechen mit ‚Allahu akbar‘-Rufen vor evangelischer Kirche
  10. Berliner Schule wollte Nicht-Muslime zum Ramada-Fastenbrechen verpflichten







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  11. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  12. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  13. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz