Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  14. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

Von der Eucharistie-‚Light’ zum wahren Licht

9. Juni 2005 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Hostie ist kein "Symbol" für Christus, sondern – o Schreck! – sie ist Christus. KATH.NET-Gedanken über "Morgengedanken" zu Fronleichnam.


Wien (www.kath.net, pb) „Fronleichnam bedeutet der ‚Leib des Herrn’. Das Symbol dafür ist das Brot, die Hostie. Und diese wird heute in feierlichen Prozessionen durch das ganze Land getragen.“ Mit diesen Worten begann die Leiterin des Seelsorgeamtes der Diözese Innsbruck in der ORF-Radio-Sendung „Morgengedanken“ am Fest Fronleichnam ihre Erklärung des Hochfestes.

Die Hostie, das Brot, das Symbol. Das leuchtet ein. Das ist leicht verdaulich. Das kratzt wohl auch keinen Atheisten. Symbole dürfen sein in unserer postmodernen Welt. Sie sind rund, sie schaffen Raum, sie lassen uns atmen.

Allein: Die Eucharistie ist keine symbolische Handlung. Sie ist der Skandal schlechthin: Gott wird wahrhaft Mensch. Er gibt uns nicht nur Symbole, sondern sich selber. Das lässt sich nicht weichzeichnen und abrunden. Das ist unglaublich und erschreckend. Da bleibt einem die Luft weg. Schweigen deshalb so viele, die es besser wissen müssten, und servieren vorsichtshalber eine „Light“-Version der Eucharistie?

Die Schrecksekunden könnten besser genutzt werden, um das Wesen der Eucharistie ganz an sich heranzulassen: Hier begegnen einander Gott und Mensch, hier spricht ein Du zum anderen. Der eigentliche Vorgang des Kommunizierens ist, „dass wir uns in Christus, in seine innere Gemeinschaft, hineinziehen lassen und damit schließlich auch in die innere Ähnlichkeit hineingeführt werden“, schreibt Papst Benedikt XVI.

Das ist nicht „light“, sondern wahres Licht. Es ist „real stuff“. Wem es hier den Atem verschlägt, der möge nach dem nächsten Luftholen weit ausholen und die ganze Geschichte erzählen: Die gewandelte Hostie, die zum Fest Fronleichnam öffentlich in Prozessionen gezeigt und verehrt wird, ist nicht ein Symbol für Christus – die Hostie ist Christus …


Zur Dokumentation

ORF-„Morgengedanken“ vom Donnerstag, 26. Mai 2005, von Mag. Elisabeth Rathgeb

Fronleichnam - In der Gegenwart Gottes leben

Heute ist Fronleichnam. Dieses Fest mit dem seltsamen Namen ist über 700Jahre alt. Damals hieß "Fron" soviel wie "Herr" und "Leichnam" stand fürunser Wort "Leib". Fronleichnam bedeutet also "Leib des Herrn". Das Symboldafür ist das Brot, die Hostie. Und diese wird heute in feierlichenProzessionen durch das ganze Land getragen.

Heute würde wohl niemand mehr ein derartiges Fest einführen. Aber die alteTradition hat uns nicht nur einen freien Donnerstag beschert, sondernbewahrt für uns einen Gedanken: Gott ist gegenwärtig. In einer Zeit, in deres schwer fällt, in der Gegenwart zu leben, ist es doppelt schwer, imBewusstsein der Gegenwart Gottes zu leben.

Unsere schnelllebige Zeit macht es uns nicht leicht, in der Gegenwart zuleben: Ständig planen wir für morgen. Und sorgen vor für Risiken vonübermorgen. Da bleibt wenig Zeit für das Heute.

Aber das ist nicht nur ein Zeichen unserer Zeit. Schon vor 350 Jahrenschrieb der Philosoph Blaise Pascal: „Nie halten wir uns an die gegenwärtigeZeit. Wir nehmen das Zukünftige vorweg, als käme es zu langsam. Oder wirrufen das Vergangene zurück, um es festzuhalten, als entschwände es zurasch. So verpassen wir gedankenlos die einzig wirkliche Zeit.“

Fronleichnam ist ein Fest der Gegenwart: Wir feiern die Gegenwart Gottes imHier und Jetzt, im Heute.

Diskussion im Forum



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eucharistie

  1. Was eine Messe wiegt
  2. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  5. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  6. Eucharistische Prozession zum 250-jährigen Jubiläum der USA
  7. Die katholische Insel des Friedens
  8. „Ein Leib, ein Glaube“
  9. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“







Top-15

meist-gelesen

  1. Wir machen da was mit Medien
  2. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  3. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  6. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  7. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  12. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  13. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  14. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  15. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz