Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?

28. Oktober 2026 in Deutschland


Der Ex-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Rainer Haseloff (CDU), übt Kritik an der AfD, Zdk und den deutschen Bischöfen


Opfenbach/Wittenberg (kath.net) Der Ex-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Rainer Haseloff (CDU), beklagt das bundesweite Wachstum der AfD seit dem Regierungsantritt von Bundeskanzler Friedrich Merz. Der Erfolg der Partei sei kein reines ostdeutsches Phänomen mehr: „Wenn heute Wahl wäre, wäre überall die AfD vorne.“ Zugleich sieht der bekennende Katholik eine grassierende Säkularisierung, der nur durch konsequente Mission entgegengewirkt werden könnte. Die Rolle des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) sieht Haseloff sehr kritisch: Da das Gremium die Einheit mit dem Papst und der Weltkirche aufgegeben habe, werde dort nur noch die „Politik einer NGO“ gemacht, so das ehemalige ZdK-Mitglied. Haseloff äußerte sich in der Sendung „Vatikan, Kirche und Welt“ des katholischen Senders K-TV.

Die AfD sieht der CDU-Politiker diametral entgegengesetzt zu christlichen Wertvorstellungen: Die Partei kreiere einen „Gegenentwurf […] zu unserer Gesellschaftsordnung“. Er ergänzt: „Für einen Christen ist eine Wahl der AfD ausgeschlossen.“ Mit Blick auf die Kirche in Deutschland fragt Haseloff nach den Gründen, warum „bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung“ in Deutschland entstanden sei. Die Bischöfe und das ZdK befassen sich laut Haseloff mit sich selbst und haben aufgrund ihrer mangelnden Missionsarbeit keinen Anspruch mehr auf die Kirchensteuer. Rainer Haseloff war von 2011 bis zu seinem Rücktritt im Januar 2026 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und von 2016 bis 2021 Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Er lebt in Wittenberg.


© 2026 www.kath.net