
10. September 2026 in Chronik
Neue PISA-Studie zeigt erschreckende Entwicklung in Deutschland - FOCUS-Kommentar erinnert daran, dass sowohl 2015 (Flüchtlingskrise) als auch 2020 (Corona) den Abstieg beschleunigt haben.
Berlin (kath.net)
Die Befunde der aktuellen PISA-Ergebnisse schlagen erneut hohe Wellen in Deutschland. Denn deutsche Schüler schneiden in Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften so schlecht ab wie noch nie seit Beginn der Erhebungen. Ein Drittel der 15-Jährigen kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen. Zehntausende Jugendliche verlassen jedes Jahr die Schule gänzlich ohne Abschluss. Im Vergleich der drei deutschsprachigen Nachbarländer zeigt sich ein klares Gefälle. Während Deutschland im OECD-Durchschnitt verharrt, behaupten sich Österreich und die Schweiz stabiler, stehen jedoch im Lesebereich vor ähnlichen Herausforderungen
In einem FOCUS-Kommentar schreibt Thomas Tuma: "Ein Drittel der 15-Jährigen kann weder richtig lesen noch rechnen. Was für ein Armutszeugnis fürs Land der Dichter, Denker und Ingenieure! Das sind doppelt so viele wie 2015. 52 Prozent lernen an Schulen mit Lehrermangel – im OECD-Schnitt sind es lediglich 39 Prozent." Tuma erinnert auch daran, dass Deutschland auf drei Rohstoffe angewiesen sei: Bildung, Bildung, Bildung. Zwei markante Problemjahre beschleunigten den Abstieg. 2015 erreichte die Flüchtlingskrise einen ersten Höhepunkt. Bis heute seien die Schulen dadurch überfordert. Mit 2020 kam Corona, dessen psychosoziale Folgen bislang weder aufgearbeitet noch überwunden wurden. Laut dem ifo‑Institut haben Schüler dadurch bis zu ein Jahr Schule verloren. "Wir sind nur noch Weltklasse im Selbstbetrug."
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