
25. August 2026 in Jugend
Das fünftägige Treffen in Bagno verband praktische Ausbildung im Altardienst, eine Einführung in den Gregorianischen Choral und gemeinsames Gebet. Die Organisatoren planen weitere Veranstaltungen dieser Art.
Bagno (kath.net/red) Polnische Salvatorianer veranstalteten einen Workshop zum Erlernen des Ministrantendienstes im klassischen Ritus an. Dieses fünftägige Treffen in Bagno (bei Breslau/Polen) verband praktische die Ausbildung im Altardienst und eine Einführung in den Gregorianischen Choral mit gemeinsamem Gebet. Die Organisatoren planen weitere Veranstaltungen dieser Art. Darüber berichteten die polnische katholische Nachrichtenagentur KAI (Link) sowie die Website der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer in Polen (Link).
Für die meisten Teilnehmer war dies die erste Begegnung mit der klassischen Form des Römischen Ritus, berichtete KAI. Zuvor hatten sie sich vor allem auf die Rolle des Zeremoniars in der ordentlichen Form des Römischen Ritus (Novus Ordo) vorbereitet. Im Laufe weniger Tage erlernten sie dann unter anderem spezifische Aufgaben am Altar sowie die Abläufe bei der Assistenz in der klassischen gesungenen Messe.
„Es handelt sich um junge Männer, die die Salvatorianer erstmals bei einem Zeremoniar-Kurs für den Novus Ordo kennengelernt haben. Sie meldeten sich für den Kurs zur traditionellen Liturgie an – angetrieben, so vermute ich, von liturgischer Neugier. Schon nach zwei Tagen waren sie in der Lage, bei einer gesungenen Messe zu dienen“, sagt Pater Karol Matecki SDS, der Organisator des Workshops, berichtet KAI weiter.
Dabei waren drei der fünf Tage intensiven Workshop-Einheiten gewidmet. Die Teilnehmer verbrachten täglich etwa drei bis vier Stunden mit theoretischem und praktischem Unterricht.
Auch die liturgische Musik nahm einen wichtigen Platz bei dem Treffen ein. Łukasz Czartowski von der Stiftung „Lumen de Lumine“ leitete Einheiten zum Gregorianischen Choral und verband dabei Stimmbildung mit Erklärungen zur Rolle des Chorals in der Liturgie. Zudem erhielten die Teilnehmer ein eigens für die Workshops erstelltes Gebetbuch mit rund 200 Seiten.
Jeder Tag folgte einem festen Gebetsrhythmus. Im Mittelpunkt stand die Heilige Messe in der klassischen Form des Römischen Ritus; darüber hinaus beteten die Teilnehmer gemeinsam das Stundengebet, nahmen an der Anbetung des Allerheiligsten teil und beteten den Rosenkranz.
„Ich bin sehr zufrieden. Die gesamte Veranstaltung verlief absolut reibungslos“, betont Pater Matecki. Er fügt hinzu, dass der familiäre Charakter des Treffens eine individuellere Betreuung sowie eine gründlichere Einübung spezifischer liturgischer Rollen ermöglichte.
Die Workshops boten zudem Gelegenheit zur Gemeinschaftsbildung. Am Abend hatten die Teilnehmer Zeit für Gespräche, gemeinsames Pizzaessen und geselliges Beisammensein im Gemeinschaftsraum. Ein besonderer Gast war Pater Damian Pankowiak SDS, der für die Ausbildung zuständige Beauftragte der polnischen Provinz der Gesellschaft des Göttlichen Heilandes (Salvatorianer).
Die Salvatorianer planen ein weiteres Treffen in Form eines Wochenend-Workshops, dem im kommenden Jahr wieder eine Veranstaltung im vollen Umfang folgen soll.
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