BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“

6. August 2026 in Deutschland


Nur durch einen effektiven Schutz nach außen könne verhindert werden, dass Europa seine innere Freiheit vollkommen aufgibt und an seiner eigenen Gutgläubigkeit zugrunde geht.


Wien/Bonn (kath.net/gem/rn) Angesichts der dramatischen Ereignisse an den Grenzen der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla hat die Journalistin Julia Ruhs in einem BILD-Kommentar eine radikale Kehrtwende in der europäischen Migrationspolitik gefordert. Europa müsse sich unmissverständlich zur „Festung“ entwickeln, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die innere Sicherheit zu bewahren.

Auslöser der Debatte sind Bilder von Massenanstürmen junger Männer auf die spanischen Territorien in Nordafrika. Ruhs betont, dass es sich dabei nicht um Kriegsflüchtlinge handele, da Marokko ein sicheres Herkunftsland sei. Wer behaupte, man müsse diese Form der irregulären Zuwanderung hinnehmen, handle naiv und mache sich zum Gehilfen von Akteuren, die Europa destabilisieren wollen. Die Migranten suchten den Wohlstand und die Sozialsysteme Europas, blendeten jedoch aus, dass diese auf dem Fleiß und den Opfern vergangener Generationen fußten.

Besonders scharf kritisiert die Autorin die Folgen einer gescheiterten Zuwanderungspolitik im Alltag. Da die Außengrenzen nicht geschützt würden, verlagere sich der Grenzschutz zunehmend in die europäischen Städte:

Infrastruktur der Angst: Betonblöcke um Weihnachtsmärkte, Messerverbotszonen und dauerhafte Polizeipräsenz prägen das Stadtbild.

Verlust von Freiheit: Bürger werden zur Wachsamkeit aufgerufen, während das gesellschaftliche Leben für schutzbedürftige Gruppen wie Frauen, Juden und Minderheiten unsicherer werde.

Steigende Kriminalität: Ruhs verweist auf eine besorgniserregende Serie schwerer Gewalttaten in Städten wie Trier, München, Würzburg, Hamburg oder Belfast.

Klare Kante an den Außengrenzen gefordert

Als Konsequenz fordert Ruhs die sofortige Aufrüstung der EU-Außengrenzen mit massiven Zäunen, Stacheldraht und konsequenter Abschreckung. Ergänzt werden müsse dies durch internationale Social-Media-Kampagnen, die das Signal senden: „Hier kommt keiner mehr rein.“ Nur durch einen effektiven Schutz nach außen könne verhindert werden, dass Europa seine innere Freiheit vollkommen aufgibt und an seiner eigenen Gutgläubigkeit zugrunde geht.


© 2026 www.kath.net