'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige

24. Juli 2026 in Weltkirche


Während die Kirche am 6. Januar (Erscheinung des Herrn) den Besuch der Weisen aus dem Morgenland beim Jesuskind feiert, erinnert das Römische Martyrologium am 24. Juli an die Übertragung ihrer Gebeine nach Köln.


Köln (kath.net/gem/rn) Während die Kirche am 6. Januar (Erscheinung des Herrn) den Besuch der Weisen aus dem Morgenland beim Jesuskind feiert, erinnert das Römische Martyrologium am 24. Juli an die Übertragung ihrer Gebeine nach Köln. Der Evangelist Matthäus berichtet im zweiten Kapitel seines Evangeliums von mysteriösen Gestalten: „Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem.“

Obwohl die Bibel weder ihre exakte Zahl noch ihre Namen nennt, bildete sich in der kirchlichen Tradition rasch die Überlieferung heraus, dass es sich aufgrund der drei Gaben (Gold, Weihrauch und Myrrhe) um drei Männer handelte. Später wurden ihnen die Namen Caspar, Melchior und Balthasar zugeschrieben. Eine Überlieferung besagt zudem, dass sie vom heiligen Apostel Thomas getauft wurden und bis zu ihrem Tod das Evangelium im Osten verkündeten.

Die katholische Tradition bewahrt bis heute die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Laut der Catholic Encyclopedia wurden die Gebeine ursprünglich in Persien entdeckt und durch die heilige Helena nach Konstantinopel gebracht. Im 5. Jahrhundert gelangten sie nach Mailand, bevor sie schließlich im Jahr 1164 durch Kaiser Friedrich Barbarossa und den Kölner Erzbischof Rainald von Dassel nach Köln übertragen wurden.

Im Römischen Martyrologium heißt es dazu am 24. Juli: "Zu Köln in Lothringen [Deutschland] die Übertragung der Heiligen Drei Könige, die als Weise aus dem Morgenland nach Betlehem kamen und Geschenke brachten, um im Kind das Geheimnis der Herrlichkeit des eingeborenen Sohnes Gottes zu betrachten."

Der Kölner Dom birgt bis heute den prachtvollen Dreikönigenschrein. Als Papst Benedikt XVI. im Jahr 2005 anlässlich des Weltjugendtags die Domstadt besuchte, hob er die tiefe Bedeutung der Reliquien für die Stadt und die Weltkirche hervor: "Die Stadt Köln wäre nicht das, was sie ist, ohne die Heiligen Drei Könige, die ihre Geschichte, ihre Kultur und ihren Glauben so stark geprägt haben. Hier feiert die Kirche gewissermaßen jeden Tag das Fest der Erscheinung des Herrn! Bevor ich mich also an Sie, liebe Kölnerinnen und Kölner, wende, wollte ich für einige Augenblicke im Gebet vor dem Schrein der Drei Könige verweilen und Gott für ihr Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe danken.“ Benedikt XVI. schlug damals auch die Brücke zu den vielen jungen Pilgern aus aller Welt, die – genau wie einst die Weisen aus dem Morgenland – nach Köln gekommen waren, um Christus zu suchen.


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