
8. Juni 2026 in Kultur
'Zorro'-Darsteller: Kirche größter Kunstproduzent in der Geschichte der Menschheit. Im Mittelpunkt dieses kulturellen Erbes stehe Jesus Christus, "der große Protagonist im Film des Lebens"
Madrid (kath.net/KAP/red) Antonio Banderas würdigte am Sonntag den Papstbesuch als besonderes Zeichen des Dialogs mit der Gesellschaft. Die Anwesenheit Leos XIV. in Madrid sei "eine Geste des Zuhörens, der Nähe, des Dialogs mit der Zivilgesellschaft". Als gemeinsame Sprache zwischen Kirche und Gesellschaft hob der Schauspieler die Kunst hervor und sagte: "Wir irren uns wohl nicht, wenn wir sagen, dass die Kirche der größte Kunstproduzent in der Geschichte der Menschheit war." Im Mittelpunkt dieses kulturellen Erbes stehe Jesus Christus, "der große Protagonist im Film des Lebens", der Künstler aller Epochen inspiriert habe. Anschließend schilderte der mit Filmen wie "Zorro" und "Desesperados" bekannt gewordene Schauspieler persönliche Erinnerungen an die Karwochenfeiern seiner Heimatstadt Málaga, die ihn schon als Kind geprägt hätten.
In der Verbindung von Volksfrömmigkeit, Kunst und Gemeinschaft sei erstmals die Frage nach Gott in ihm aufgetaucht. Antworten habe er später im Glaubensleben seiner Familie, in den Traditionen seiner Heimat und in den Menschen seines Umfelds gefunden. Die religiösen Feiern seien für ihn zu einem Weg geworden, die Beziehung zwischen Mensch, Gemeinschaft und Transzendenz zu verstehen. Der Schauspieler bezeichnete die Kunst als unverzichtbaren Raum für kritisches Nachdenken über Gesellschaft und Menschsein. "Kunst ist nicht nur Schönheit. Kunst ist Frage. Sie ist Reflexion. Sie ist Kontrast. Sie ist Revolution", sagte er. Sie müsse auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen und dürfe weder gegenüber der Gesellschaft noch gegenüber Religion und Kultur ihre kritische Rolle aufgeben. In einer Zeit rasanten technologischen Wandels helfe Kunst zudem, die menschliche Tiefe und die Suche nach Sinn lebendig zu halten. Kirche und Zivilgesellschaft müssten deshalb weiter gemeinsam nach Wahrheit suchen und den Dialog fördern. Zum Abschluss bekannte Banderas, selbst tiefgläubiger Katholik: "Ich bin heute hier, um zu bekennen, dass ich dem Zauber Gottes verfallen bin."
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