US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen

23. Mai 2026 in Weltkirche


Bischof Carl Kemme führt dies auf eine lebendige katholische Kultur in seinem Bistum zurück.


Wichita (kath.net/jg)
Die Diözese Wichita (US-Bundesstaat Kansas) gilt als positives Beispiel für viele Priesterberufungen in den USA. Am Pfingstsonntag wird Bischof Carl Kemme sechs junge Männer zu Priestern weihen.

Laut dem „State of Priestly Vocations Report – 2025 Update“ von Vocations Ministry hat die Diözese Wichita eine „Seminaristen-Rate“ von 195 Prozent. Das bedeutet, dass sie deutlich mehr Seminaristen hat, als nötig sind, um die Abgänge durch Pensionierungen und Todesfälle zu ersetzen. Bei einer Rate von 100 Prozent werden alle pensionierten und verstorbenen Priester durch neugeweihte ersetzt. Im Durchschnitt von zehn Jahren liegt die Seminaristen-Rate von Wichita sogar bei 255 Prozent und liegt damit an der Spitze aller Diözesen der USA, berichtet St. Francis Wichita.

Die Diözese Wichita hat etwa 110.000 Katholiken und laut einem Bericht von Catholic World Report vom Februar 2025 insgesamt 44 Seminaristen. Bischof Kemme, der das Bistum seit zwölf Jahren leitet, führt die hohe Zahl an Berufungen auf die lebendige katholische Kultur zurück, die in vielen Familien, Pfarrgemeinden und katholischen Schulen gegenwärtig sei. Auch der Anteil der regelmäßigen Besucher der Sonntagsmesse ist deutlich höher als in anderen Diözesen.

Ein weiterer Faktor seien die vielen Anbetungskapellen, die es im Bistum seit 40 Jahren gebe. Jeder Gläubige sei eingeladen, „dem auferstandenen Christus in der Eucharistie zu begegnen“, sagt Bischof Kemme. Er hält die eucharistische Anbetung für den wichtigsten Einflussfaktor für Priesterberufungen. „Viele junge Männer haben mir erzählt, dass sie in der Anbetung den Herrn zu ihnen über eine Berufung zum Priestertum sprechen gehört haben“, sagt der Bischof wörtlich.

Katholische Schulen und eine wachsende Gemeinschaft von katholischen Familien, die ihre Kinder zu Hause unterrichten, unterstützen die Initiativen des Bistums zur Förderung von Berufungen ebenfalls. Sowohl die Schulen als auch die Familien mit Hausunterricht achten auf ihre katholische Identität und auf die Lehre der katholischen Kirche. Die Diözese hat ein umfangreiches Programm zur finanziellen Unterstützung für Kinder aus einkommensschwachen Familien, damit diese eine katholische Privatschule besuchen können.

 


© Foto Weihekandidaten 2026: Diözese Wichita

 


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