Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien

15. Mai 2026 in Chronik


Jahrzehntelang wurde mit Schreckensszenarien Politik gemacht und die Wirtschaft umgebaut. Nun räumen führende Wissenschaftler des Weltklimarates ein: Die bisherigen Prognosen einer Erwärmung um bis zu 5 Grad sind unrealistisch


Berlin / Genf (kath.net/gem/rn)
In der Debatte um den Klimawandel bahnt sich eine wissenschaftliche Sensation an. Der ehemalige Hamburger Umweltsenator Fritz Vahrenholt bericht bei "Tichys Online" unter Berufung auf eine aktuelle Veröffentlichung, dass sich jetzt 44 führende Autoren des Weltklimarates (IPCC) von den bisherigen Katastrophenszenarien verabschiedet haben. 

Bislang stützten sich Politik, Medien und sogar das deutsche Bundesverfassungsgericht auf Szenarien (bekannt als RCP 8.5), die von einer Verdreifachung der CO2-Emissionen und einem Temperaturanstieg von bis zu 5 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 ausgingen. Diese Berechnungen dienten als Rechtfertigung für einschneidende Maßnahmen wie die CO2-Steuer, das Verbrennerverbot und eine Energiewende, die Kritiker als Deindustrialisierung Deutschlands bezeichnen.

Doch unter der Federführung von Prof. Detlef van Vuuren erklären die zuständigen IPCC-Wissenschaftler nun, dass diese Extremprognosen „unplausibel“ seien. Sie basierten unter anderem auf völlig überzogenen Bevölkerungsprognosen und der Annahme, dass fossile Rohstoffe in einem Maße vorhanden seien, das physikalisch kaum möglich ist.

Die aktuelle Untersuchung der Wissenschaftler kommt zu einem deutlich nüchterneren Ergebnis. Das wahrscheinlichste Szenario orientiert sich an der aktuellen Politik der Internationalen Energieagentur (IEA).    Dieses führt laut den Berechnungen der 44 Fachleute bis zum Jahr 2100 zu einer Erwärmung von lediglich 1,1 Grad gegenüber dem heutigen Stand.  Eine solche Entwicklung, so Vahrenholt, wäre „alles andere als eine Katastrophe“.

Besonders brisant ist diese Erkenntnis auch für die Rolle der Justiz in Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht hatte sein wegweisendes Klimaurteil von 2021 ausdrücklich mit den nun verworfenen IPCC-Berichten begründet. Dass die Basis dieser folgenschweren Entscheidung nun von den eigenen IPCC-Autoren als unzutreffend bezeichnet wird, wirft Fragen nach der Sorgfaltspflicht der obersten Richter auf.

Kritiker bemängeln zudem, dass diese „gute Nachricht“ – das Ausbleiben des Weltuntergangs – in der deutschen Medienlandschaft kaum Beachtung findet. Ein ernsthafter Diskurs über die neuen Daten müsste unweigerlich dazu führen, teure Klimaschutzprogramme und Subventionen infrage zu stellen. Während die Politik weiterhin auf den „Klimanotstand“ beharrt, warnen Beobachter, dass für eine minimale, kaum messbare Temperaturveränderung der Wohlstand des Landes aufs Spiel gesetzt werde.


© 2026 www.kath.net