Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo

10. Mai 2026 in Chronik


Kurz nach seiner Wahl wollte Papst Leo XIV. seiner Bank in Chicago die neue Adresse und Telefonnummer bekannt geben.


Chicago (kath.net/jg)
Der Priester Tom McCarthy hat vor kurzem eine Anekdote erzählt, die Papst Leo XIV. kurz nach seiner Wahl passiert ist, berichtet die Zeitung BILD. Der Papst rief seine Bank in Chicago an, um seine neue Adresse und Telefonnummer mitzuteilen. Er stellte sich korrekt vor, beantwortete alle Sicherheitsfragen richtig, stieß aber trotzdem auf Unglauben. Die Mitarbeiterin der Bank bestand darauf, dass er persönlich in der Filiale erscheinen müsse, um die gewünschten Änderungen vorzunehmen.

Der Heilige Vater wandte ein, dass dies aus naheliegenden Gründen schwierig sei und fragte dann, ob es etwas ändere, wenn er verrate, dass er Papst Leo sei. Die Mitarbeiterin der Bank glaubte ihm nicht, sondern legte einfach den Hörer auf.

Der Augustinermönch McCarthy, der Papst Leo seit den 1980-er Jahren kennt, erzählte die Geschichte vor seiner Gemeinde in Naperville (US-Bundesstaat Illinois). Er bestätigte sie auf Anfrage gegenüber der New York Times. McCarthy hat Papst Leo schon im Vatikan besucht.

McCarthy scherzte, man könne sich vorstellen, warum die Identität der Mitarbeiterin nicht bekannt gegeben werde: „Könnten Sie sich vorstellen, als die Frau bekannt zu sein, die das Telefonat mit dem Papst beendet hat?“

Trotz des anfänglichen Missverständnisses konnte das Problem schließlich gelöst werden. Die Bank wollte offenbar den prominentesten Kunden nicht verlieren und ermöglichte die Adressänderung schließlich doch ohne persönliches Erscheinen.

Der Vatikan hat sich bis jetzt nicht zu der Anekdote geäußert.

 


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