
9. Mai 2026 in Chronik
Pater Saco, der von Papst Leo XIV. für ein Bischofsamt auf den Philippinen vorgesehen war, begründete seinen Verzicht mit einer „tiefen Bewusstheit“ seiner eigenen menschlichen Grenzen
Tagbilaran (kath.net)
In einem für die katholische Kirche äußerst seltenen und bemerkenswerten Vorgang hat Pater Gerardo Saco Jr. seine Ernennung zum Bischof des Bistums Tagbilaran auf den Philippinen abgelehnt. Die Entscheidung erfolgte nach einer Phase intensiven Gebets und persönlicher Prüfung. Pater Saco, der von Papst Leo XIV. für das Bischofsamt vorgesehen war, begründete seinen Verzicht mit einer „tiefen Bewusstheit“ seiner eigenen menschlichen Grenzen. Diese Selbsterkenntnis habe er durch tiefe Reflexion und geistliche Prüfung erlangt. Ursprünglich war seine bischöfliche Weihe bereits für den 26. Mai geplant. Anstatt die Leitung der Diözese zu übernehmen, hat der Geistliche den Papst respektvoll gebeten, ihn von dieser Aufgabe zu entbinden. Er möchte stattdessen weiterhin in seinem bisherigen priesterlichen Dienst der Kirche treu bleiben. In einer Stellungnahme rief der Mitbruder P. Prince Chidi Philip dazu auf, diese Entscheidung als einen Akt der Aufrichtigkeit und Wahrheit vor sich selbst zu verstehen. Dass eine Bischofsernennung ausgeschlagen wird, gilt als ungewöhnlich.
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