
22. April 2026 in Weltkirche
Urteil des israelischen Militärgerichts: 30 Tage Haft für zwei Soldaten, außerdem dürfen beide auch nicht mehr an Kampfeinsätzen beteiligt werden.
Jerusalem (kath.net) Gegen zwei israelische Soldaten hat ein israelisches Militärgericht 30 Tage Haft angeordnet, außerdem dürfen beide auch nicht mehr an Kampfeinsätzen beteiligt werden. Darüber informierte eine Presseaussendung des israelischen Militärs (IDF). Sechs weitere Soldaten, die zwar vor Ort waren aber nicht eingriffen oder den Vorfall meldeten, werden separat behandelt. Die IDF teilte mit, dass eine Untersuchung des Vorfalls ergeben habe, dass das Verhalten der Soldaten „in völligem Widerspruch zu den Befehlen und Werten der IDF“ stehe, und drückte ihr „tiefes Bedauern über den Vorfall“ aus, man „arbeitet daran, sicherzustellen, dass dies in Zukunft nicht wieder passiert“. Das zerstörte Kruzifix ist von den Truppen inzwischen „in voller Abstimmung mit der lokalen Gemeinschaft“ durch ein anderes ersetzt worden, das dem Original allerdings kaum ähnelt. Auf der Online-Plattform X teilte die IDF sogar ein Foto des neu errichteten Kruzifixes (siehe Foto).
Hintergrund: Ein israelischer Soldat war im Dorf Debel im Südlibanon mit einem Vorschlaghammer auf ein Kreuz losgegangen, ein weiterer Soldat hatte diesen gezielten Vandalismus gefilmt. Das Bildmaterial gelangte ins Internet und löste einen internationalen Aufschrei aus. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Tat des IDF-Soldaten scharf verurteilt und strafrechtliche Konsequenzen angekündigt.
Foto des neuerrichteten Ersatzkruzifixes © IDF
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