
15. April 2026 in Chronik
Algerienreise des Papstes: Leo besucht die archäologischen Ausgrabungen der Bischofsstadt seines Ordensgründers und pflanzt einen Olivenbaum in der Nähe der Bischofskirche des Augustinus – VIDEO
Hippo (kath.net/pl) Im Rahmen seiner Algerienreise besuchte Papst Leo die archäologischen Ausgrabungen der ehemaligen Bischofsstadt Hippo Regio in Ostalgerien in der Nähe der heutigen Stadt Annaba. Hier war der hl. Augustinus von 396 bis zu seinem Tod im Jahr 430 im Alter von 75 Jahren Bischof der Stadt gewesen. Papst Leo ist Augustinermönch und versteht sich ausdrücklich als „Sohn des hl. Augustinus“, deshalb dürfte dieser Besuch an den ehemaligen Wirkstätten seines Ordensgründers durchaus zu den persönlichen Höhepunkten seiner Reise mitzählen. Leo hielt an den Ruinen der Basilka des hl. Augustinus einen Gedenkmoment – vielleicht auch mit stillem Gebet. Dann legte er einen Kranz nieder und pflanzte er einen Olivenbaum.
Der heute als Kirchenlehrer verehrte hl. Augustinus von Hippo war 354 in der römischen Provinz Africa proconsularis geboren worden. Nach Hippo kam Augustinus 391 und gründete ein Kloster. Noch im selben Jahr wurde er gegen seinen Willen von der Gemeinde zum Priester geweiht, um 395/396 folgte die Weihe zum Bischof von Hippo Regius. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod 430 inne. Er hat ein reiches Werk an theologischen und philosophischen Schriften hinterlassen, seine autobiographische Schrift „Confessiones“ [Bekenntnisse] gehört zu den großen Schriften der Weltliteratur und hat unzählige Menschen auch in ihrer jeweils eigenen Biographie beeinflusst.
Die Stadt Hippo wurde von den Vandalen 18 Monate lang belagert und 431 eingenommen. Im Laufe dieser Belagerung starb der hl. Augustinus an einer Fiebererkrankung. Seine Gebeine befinden sich heute in der Kirche „San Pietro in Ciel d'Oro“ in der norditalienischen Stadt Pavia. In Hippo kann man nach archäologischen Ausgrabungen die Grundanlage der römischen Stadt sehen. Auch Reste einer frühchristlichen Basilika waren gefunden worden, diese war mutmaßlich die Bischofskirche des hl. Augustinus gewesen.
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