Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität

1. April 2026 in Weltkirche


In einem Interview im Jahr 2020 wurde der damalige Nuntius in den baltischen Staaten nach der Einstellung von Papst Franziskus zur Homosexualität gefragt.


Vatikan (kath.net/jg)
Erzbischof Petar Rajič (66), der neue Präfekt des Päpstlichen Hauses, hat in einem Interview im Jahr 2020 die Lehre der Kirche zur Homosexualität betont. In einem längeren Interview mit der englischen Ausgabe der litauischen Nachrichtenseite LRT.lt wurde Rajič unter anderem auf die Haltung von Papst Franziskus zur Homosexualität befragt.

Rajič, damals Nuntius in Estland, Lettland und Litauen und in dieser Funktion Vorgänger von Erzbischof Georg Gänswein, antwortete, dass der Papst stets den Respekt vor jedem Menschen in den Vordergrund gestellt habe. 

Dann verwies er auf die Lehre der Kirche. Wörtlich sagte er: „Die offizielle katholische Lehre besagt, dass homosexuelles Verhalten in sich ungeordnet ist. Und daher kann es aufgrund seines, sagen wir, sündhaften Charakters nicht gebilligt werden. Dennoch steht es jedem frei, zu entscheiden, welche Verhaltensweisen und welchen Lebensstil er führen möchte. Jeder Mensch, ob homosexuell oder nicht, muss stets mit Respekt, Mitgefühl und Feingefühl behandelt werden. Das sind grundlegende Prinzipien.“

Erzbischof Rajič ist am 30. März zum Präfekten des Päpstlichen Hauses ernannt worden. Erzbischof Georg Gänswein, seit 2024 päpstlicher Nuntius in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, hatte diese Funktion von Dezember 2012 bis Februar 2023 inne.

 


© 2026 www.kath.net