
16. März 2026 in Deutschland
Ganz Deutschland hatte damit soviele Priesterberufungen wie das viel kleinere Österreich - Die katholische und die evangelische Kirche verlieren in Deutschland in einem einzigen Jahr 1,2 Millionen Mitglieder
Bonn (kath.net)
Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland in einem Jahr! Dies hat die am Montag veröffentlichte Kirchenstatistik der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gezeigt und damit bestätigt, dass Priesterberufungen in fast ganz Deutschland kaum noch stattfinden oder Berufene auf Gemeinschaften und Gruppen ausweichen, die nicht in der Statistik der DBK zu finden sind. Die Berufungszahlen von ganz Deutschland sind damit ungefähr so groß wie im viel kleineren Österreich.
Formal gibt es in Deutschland 2025 noch etwas mehr als 19 Millionen Kirchenmitglieder, d. h. 23 Prozent der Gesamtbevölkerung, von denen jedoch die wenigsten am Sonntag eine Heilige Messe besuchen. Der Messbesuch ist mit 6,8 % der Katholiken weiterhin auf einem unfassbar niedrigen Niveau. Weiter zurückgegangen sind auch die katholischen Taufen: Nach etwas über 116.000 sanken diese 2025 auf knapp 109.000. Bischof Heiner Wilmer, der neue DBK-Vorsitzende, meinte zu den nach wie vor hohen Austrittszahlen (über 307.000): „Gleichwohl bedauere ich die nach wie vor hohe Anzahl von Kirchenaustritten. Die Beweggründe sind unterschiedlich, und doch sage ich – weil wir eine Gemeinschaft von Gläubigen durch Taufe und Firmung sind –, dass uns jeder Kirchenaustritt schmerzt.“
Die katholische und die evangelische Kirche haben übrigens beide heute die Zahlen für 2025 veröffentlicht und haben gemeinsam rund 1,2 Millionen Mitglieder verloren. Zusammen zählten sie Ende 2025 noch am Papier 36,6 Millionen Mitglieder, die meisten Mitglieder sind bei beiden Kirchen allerdings "Taufschein-Christen".
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