"Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"

27. Jänner 2026 in Chronik


Der bekannte deutsch-jüdische Kolumnist der „Welt", Henryk M. Broder, hat genug vom Schweigen Europas zum Angriffskrieg der Russen auf die Ukraine


Berlin (kath.net)
Der bekannte deutsch-jüdische Kolumnist der „Welt“ und Herausgeber der „Achse des Guten“, Henryk M. Broder, hat genug vom Schweigen Europas zum Angriffskrieg der Russen auf die Ukraine und der Tragödie, die derzeit stattfindet. Er halte es für skandalös, dass Grönland es geschafft habe, die größte Katastrophe dieses Jahrhunderts – den Angriff der Russen auf die Ukraine – in den Hintergrund zu drängen. Der Stromausfall in der Ukraine sei dort der Normalzustand. „Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt.“

Es werde zwar berichtet, doch die Berichterstattung wirke kalmierend. „Wir schauen zu, wir schauen zu, und Grönland war eine ganze Weile wichtiger als dieser Massenmord in der Ukraine.“ Die „Berufsempörten“ schwiegen jetzt still. Die Russen präsentierten ihre Barbarei ganz offen und stolz und bombardierten jetzt Kraftwerke. „Ich finde das unerträglich. Die Erinnerung an vergangene Gräuel muss irgendwie an die Gegenwart angebunden sein. Ich finde, am 27. Januar dieses Jahres müssten alle Gebäude blau-gelb beflaggt werden.“

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