Venezolanische Oppositionsführerin Machado beim Papst

13. Jänner 2026 in Weltkirche


Überraschender Besuch der Friedensnobelpreisträgerin bei Leo XIV. kurz nach Bekanntwerden vatikanischer Vermittlungsversuche für unblutigen Machtübergang


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat am Montag die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado im Vatikan empfangen. Das teilte das zuständige Vatikan-Presseamt ohne weitere Angaben mit. Nach der gewaltsamen Absetzung von Präsident Nicolás Maduro durch die USA hatte sich US-Präsident Donald Trump gegen Machado als Interimspräsidentin entschieden. Stattdessen fungiert derzeit Maduros ehemalige Vizepräsidentin, Delcy Rodríguez, als interimistische Präsidentin.

Direkt nach der US-Intervention am 3. Jänner hatte Papst Leo XIV. zur Achtung der Souveränität des Landes und zum Schutz der Bevölkerung aufgerufen. Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass der Vatikan seit Wochen hinter den Kulissen für einen unblutigen Machtübergang in Venezuela vermittelt.

Wie die "Washington Post" berichtete, habe Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin kurz vor Weihnachten den US-Botschafter beim Heiligen Stuhl, den Trump-Vertrauten Brian Burch, einbestellt. Demnach habe der Vatikandiplomat versucht, für Präsident Nicolás Maduro ein Exil in Moskau anzubahnen. In der letzten Woche soll er laut "Il Messaggero" mit dem US-amerikanischen Außenminister Marco Rubio wegen humanitärer Fragen gesprochen haben.

In der vatikanischen Regierungszentrale ist man vertraut mit den Zuständen in Venezuela: Parolin war 2009 bis 2013 Papstbotschafter in Caracas und der zweite Mann im Staatssekretariat, Erzbischof Edgar Peña Parra, ist in Venezuela geboren und aufgewachsen.

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