US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe

15. Jänner 2026 in Chronik


Laut einer aktuellen Umfrage sind 55 Prozent der Katholiken in den USA für die Todesstrafe für verurteilte Mörder, nur 20 Prozent sind dagegen, 25 Prozent sind unentschlossen.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Eine Umfrage von EWTN News und RealClear Opinion Research zeigt, dass die Mehrheit der Katholiken in den USA die Todesstrafe weiterhin befürwortet.

Die Umfrage wurde unter 1.000 repräsentativ ausgewählten katholischen Wählern im Zeitraum vom 9. bis 11. November durchgeführt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass 55 Prozent die Todesstrafe für Personen befürworten, die für einen Mord verurteilt worden sind. Nur 20 Prozent waren gegen die Todesstrafe in diesem Fall, 25 Prozent waren sich nicht sicher.

Der Unterschied zwischen Katholiken, die regelmäßig die Messe besuchen und denen, die dies weniger oft tun, ist nur gering. Katholiken, die wöchentlich in die Messe gehen, sind 52 Prozent für die Todesstrafe, 26 Prozent sind dagegen, 22 Prozent unentschlossen. Unter Katholiken, die weniger als einmal wöchentlich die Messe besuchen, sind 57 Prozent für die Todesstrafe, nur 16 Prozent sind dagegen, 27 Prozent sind unentschlossen.

Papst Franziskus hat 2018 den Katechismus der Katholischen Kirche in diesem Punkt geändert. Die Kirche lehne die Todesstrafe als unzulässig ab, „weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt“, heißt es jetzt (KKK 2267). Bis dahin galt die Position, dass „die überlieferte Lehre der Kirche“ zum Schutz des Gemeinwohls und der Gesellschaft „die Rechtmäßigkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzmäßigen öffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verhängen, ohne in schwerwiegendsten Fällen die Todesstrafe auszuschließen.“ (KKK 2266) Dieser Satz wurde auch von Papst Franziskus nicht geändert, sondern durch die zitierte Formulierung in KKK 2267 korrigiert. 

 


© 2026 www.kath.net