
14. Jänner 2024 in Aktuelles
Hinter verschlossenen Türen hat Franziskus am Samstag in der Lateranbasilika die Geistlichen der Diözese Rom getroffen - Dabei ging es laut Teilnehmern auch um Segnungen für Homosexuelle
Vatikanstadt (kath.net/KAP/red) Papst Franziskus hat sich umstrittenenen Entscheidung des Vatikans geäußert, Segnungen für homosexuelle Paare zuzulassen. Mit den Segnungen seien nicht die Beziehungen an sich gemeint, stellte der Papst am Samstag einem Zeitungsbericht zufolge vor römischen Geistlichen klar. "Wir segnen die Menschen, und nicht die Sünde", sagte er laut "Il Messaggero". Auch würden keine LGBTQ-Verbände gesegnet.
Die englische Abkürzung LGBTQ steht vor allem für nicht-heterosexuelle Menschen, die sich etwa als lesbisch, schwul oder queer identifizieren. Die Zeitung bezieht sich auf Aussagen von anonymen Teilnehmern des Treffens. Franziskus habe einen Vergleich gezogen: "Wenn wir einen Unternehmer segnen, fragen wir ihn auch nicht, ob er gestohlen hat." Zur ablehnenden Haltung afrikanischer Bischöfe habe er gesagt: "Die Kultur akzeptiert das nicht."
Papst Franziskus ist Bischof der Diözese Rom. Das Treffen mit den Geistlichen seiner Diözese fand am Samstagvormittag in der Lateranbasilika unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Über Gesprächsinhalte bei der Begegnung mit rund 800 Diözesan- und Ordenspriestern sowie Ständigen Diakonen gab der Vatikan zunächst nichts offiziell bekannt.
Auch eine kurze Mitteilung der Diözese Rom nannte nur wenige Details. Demnach habe Franziskus Rom als "Missionsland" bezeichnet, die gesamte kirchliche Gemeinschaft zur Evangelisierung aufgerufen. Außerdem habe er angekündigt, dass er nach der pandemiebedingten Unterbrechung die Besuche in einzelnen Pfarren wiederaufnehmen werde.
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