Mehr Schutz vor nicht altersgerechter Sexualkunde in elf US-Bundesstaaten

26. April 2022 in Jugend


In den USA haben Eltern zunehmend Sorge, ihre Kinder w├╝rden in der Schule mit nicht altersgerechten Inhalten bei Themen wie sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentit├Ąt konfrontiert.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)

Elf US-Bundesstaaten, in welchen durchwegs die Republikanische Partei die Mehrheit hat, überlegen derzeit Beschränkungen beim Gender- und Sexualkundeunterricht für Kinder. Florida hat vor kurzem ein vergleichbares Gesetz verabschiedet, welches der Sorge einer wachsenden Zahl von Eltern entgegenkommt, die befürchten, dass ihre Kinder laut den geltenden Lehrplänen mit nicht altersgemäßen Inhalten konfrontiert werden sollen. Eine USA-weite Umfrage von Morning Consult und Politico vom März 2022 hat ergeben, dass trotz negativer Medienberichterstattung über das Gesetz von Florida eine Mehrheit der US-Wähler den Unterricht zu den Themen sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität für Kinder bis zur dritten Schulstufe ablehnt.

Im Bundesstaat Ohio behandelt der Kongress ein Gesetz, das dem von Florida entspricht. „Warum regen sich die Demokraten und die Medien über ein Gesetz auf, das einen Lehrplan über Sexualität und Geschlechtsidentität für Sechsjährige ablehnt?“, fragt der Abgeordnete Mike Loychik von der Republikanischen Partei.

In Alabama wurde ein entsprechendes Gesetz bereits beschlossen. Gouverneurin Kay Ivey wird das Gesetz mit ihrer Unterschrift in Kraft setzen. „Genug von diesem woken, radikalen Unsinn“, schreibt sie auf Twitter.

In Louisiana wird ein Gesetz diskutiert, das Inhalte über Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung vom Kindergarten bis zur achten Schulstufe aus den Lehrplänen streichen soll. in South Carolina sieht ein Gesetzesvorschlag dies sogar für alle Schüler unter 18 Jahren vor.

Die Bundesstaaten Missouri, Indiana, Kentucky, Oklahoma, Tennessee werden ähnliche Gesetze vorbereitet. Ein Gesetzesvorschlag in Arizona sieht vor, dass der Sexualkundeunterricht in öffentlichen Schulen das biologische Geschlecht in den Mittelpunkt stellt und nicht die Geschlechtsidentität. Iowa überlegt ein Gesetz, welches die Zustimmung der Eltern zu jeder Form des Unterrichts über Geschlechtsidentität zur Voraussetzung machen würde. Diese Gesetze sind noch nicht zur Abstimmung gelangt.

 


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