
31. März 2022 in Chronik
Die frühere finnische Innenministerin Päivi Räsänen wurde diese Woche bei einer Prozess wegen angeblicher Hassrede freigesprochen worden - Die Politikerin hatte unter Berufung auf die Bibel
Helsinki (kath.net) Die frühere finnische Innenministerin Päivi Räsänen wurde diese Woche bei einer Prozess freigesprochen. Es ging um den Vorwurf der "Hassrede". Dies teilte die Menschenrechtsorganisation ADF mit. Demnach wurde bei einem Bezirksgericht in Helsinki am 30. März alle Anklagepunkte zurückgewiesen. Was war passiert? Im April hatte die finnische Generalstaatsanwältin Raija Toiviainen Anklage gegen Räsänen erhoben, weil diese öffentlich geäußert hat, dass praktizierte Homosexualität aus biblischer Sicht Sünde sei. Auch der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Missionsdiözese Finnlands, Juhana Pohjola, wurde aus dem selben Punkt angeklagt. Beide wurden jetzt freigesprochen. Der Richter begründete dies damit, dass es nicht Sache des Bezirksgerichts sei, biblische Begriffe auszulegen. Räsänens Aussagen seien daher von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Paul Coleman, der leitende Anwalt der christlichen Menschenrechtsorganisation ADF International, spricht trotzdem davon, dass sogenannte "Hassrede-Gesetze“ eine ernste Bedrohung für Demokratien darstellen.
Foto: (c) ADF
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