Pakistans erster „Diener Gottes“: Akash Bashir hatte mit 20 Jahren sein Leben geopfert

3. Februar 2022 in Jugend


Der junge Mann hatte 2015 einen Selbstmordattentäter daran gehindert, in Lahore eine Kirche zu betreten, der Attentäter zündete die Bombe daraufhin draußen und riss auch den jungen Katholiken mit in den Tod.


Lahore (kath.net) Akash Bashir (Archivfoto) wurde vom Vatikan zum „Diener Gottes“ erklärt. Das gab Erzbischof Sebastian Shaw von Lahore in einer Messfeier bekannt, wie „UCA news“ berichtete. Der Generalvikar des Erzbistums Lahore, Francis Gulzar, erläuterte dazu: „Dies ist ein großer Tag für die katholische Kirche in Pakistan. Bashir bot sein Leben als Opfer an, um das Leben der christlichen Gemeinde in der St. John's Catholic Church in Youhanabad, Lahore, zu retten. Er ist der erste pakistanische Christ, der in den Rang der Heiligen Gottes erhoben wurde.“

Im Jahr 2015 hinderte Akash Bashir, ein knapp 20-jähriger Freiwilliger, einen Selbstmordattentäter daran, die Kirche zu betreten. Der Angreifer, der zu einer Splittergruppe der Taliban zählte, zündete daraufhin die Bombe und tötete sich und Bashir vor der Kirche. Bashir war einer von mindestens 15 Menschen, die bei dem Angriff starben, bei dem auch mehr als 70 Menschen verletzt wurden. Gleichzeitig wurde eine nahe gelegene protestantische Kirche angegriffen.

Akash Bashir hatte sich beim freiwilligen kirchlichen Sicherheitsdienst engagiert und die Sicherheitskontrollen an der Tür durchgeführt. Als er erkannt hatte, dass der Terrorist unter seiner Jacke einen Sprengstoffgürtel trug, hatte er sich an den Attentäter geklammert und ihn erfolgreich am Betreten der Kirche gehindert. Offenbar hatte er dem Terroristen zugerufen:  „Du kannst machen, was du willst - ich werde dafür sterben, aber ich lasse dich nicht rein“, berichten verschiedene Quellen. In der Kirche waren hunderte Katholiken zur sonntäglichen Messfeier versammelt gewesen. Praktisch zeitlichgleich war auch in einer nahegelegenen protestantischen Kirche ein tödliches Selbstmordattentat ausgeübt worden.


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