
7. November 2021 in Aktuelles
Scheidender EKD-Ratsvorsitzende insistiert auf Wunsch zum ökumenischen Abendmahl – Wertet als „Fortschritt“, dass es beim Ökumenischen Kirchentag Einladung katholischer Gemeinden an andere Konfessionen „trotz des Widerspruchs aus Rom“ gab
Hannover (kath.net) Heinrich Bedford-Strohm, der scheidende EKD-Ratsvorsitzende, sagte im Interview mit Bayrischen Rundfunk, dass sein Wunsch für die Zukunft eine (sogenannte) ökumenische Abendmahlsfeier sei: „Für mich ist die Frage des Abendmahls und der Eucharistie schon eine zentrale Frage, denn sie ist für mich eine Verdichtung dessen, was erfahrbare kirchliche Gemeinschaft ist, auch sichtbare Gemeinschaft in versöhnter Verschiedenheit.“ Diese Sichtbarkeit der Gemeinschaft drücke sich auch darin aus, „dass Menschen da, wo Christus uns in verdichteter Weise begegnet, nämlich im heiligen Abendmahl, in der Eucharistie“, dies gemeinsam halten. „Deswegen lasse ich da nicht locker, ich möchte es selber noch erleben.“ Zuvor hatte er bereits gesagt, dass es „gerade auch konfessionsverbindende Ehepaare“ als große Stärkung ihres ökumenischen täglichen Lebens empfunden“ hätten, „dass die Kirchen an der Spitze gesagt haben: Wir wollen diese Trennung nicht mehr.“ Beford-Strohm äußerte dies im Zusammenhang mit der Entwicklung der Ökumene in seiner siebenjährigen Amtszeit.
Im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) hatte sich Bedford-Strohm ebenfalls zu diesem Thema geäußert. Dort hatte er vertreten, es gebe bezüglich des (sogenannten) ökumenischen Abendmahls „Fortschritte. Beim Ökumenischen Kirchentag gab es eine Einladung der katholischen Gemeinden zur Eucharistie an Menschen anderer Konfessionen, die nach Prüfung ihres Gewissens an der Eucharistie teilnehmen wollten. Es gab die Einladung trotz des Widerspruchs aus Rom.“
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