
16. Jänner 2018 in Aktuelles
Eine holländische Abtreibungspolitikerin bekam aufgrund "diplomatischer Praxis" den Gregorius-Orden. Dies wurde von ihr dann medial ausgeschlachtet. Jetzt hat sich der Vatikan von der Ehrung distanziert.
Vatikan (kath.net)
Der Vatikan hat am Montag klargestellt, dass die Auszeichnung der holländischen Abtreibungspolitikerin Lilianne Ploumen durch einen päpstlichen Gregorius-Orden keine Unterstützung für die Pro-Abtreibungs-Position bedeute. Die Politikerin bekam diesen aufgrund "diplomatischer Praxis". Offensichtlich bekommt diesen jeder, wenn er Teil einer offiziellen Delegation eines Staates ist. Lilianne Ploumen, eine frühere Ministerin von Holland, bekam den Orden, weil sie vergangenen Juni beim Besuch des holländischen Königshauses Teil der Delegation war. Der Vatikan betonte, dass diese Übergabe in keinster Weise ein Ausdruck dafür sei, dass man die Pro-Abtreibungs-Politik der Politikerin unterstütze. Zur Diskussion kam es in den letzten Tagen deswegen, weil Ploumen diesen Orden im holländischen Fernsehen vermarktet hat und behauptet hat, dass sie damit für ihre Pro-Abtreibungs-Arbeit geehrt wurde. Anschließend gab es Proteste von katholische Gruppen.
Ploumen selbst hatte nach der Ankündigung von Donald Trump, Gelder für Abtreibungen weltweit zu streichen, eine NGO gegründet, um weltweit Abtreibungen zu promoten. Der Fond hat bis jetzt über 300 Millionen US-Dollar aufgetrieben und wird auch unter anderem von der Bill und Melinda Gates Foundation unterstützt.
In Holland selber hatte die Politikerin eine radikale Homo-Politik durchgesetzt und 2010 sogar Homosexuelle aufgerufen, eine Messe in einer holländischen Kathedrale zu stören, weil dort einem offensichtlich homosexuellen Mann die Hl. Eucharistie verweigert wurde.
Eduard Pentin hat im National Catholic Register auch darauf hingewiesen, dass die Politikerin 2015 ein privates Treffen mit Papst Franziskus hatte und mit ihm über Klimawandel diskutierte.
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