Vatikan-Vertreter bedauert Polemik gegen Israel in Durban

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Trotz des Streits um Israel bewertete Martin den bisherigen Konferenzverlauf positiv


Rom(kath.net/Kipa)
Der Leiter der Vatikan-Delegation bei derUNO-Anti-Rassismus-Konferenz in Durban, Erzbischof DiarmuidMartin, hat die Vorwürfe gegen Israel bei dem Treffen bedauert,die zum Auszug der israelischen und der US-amerikanischenDelegation geführt haben.

In einem Interview mit Radio Vatikan sagte Martin am Dienstag,er bedaure die polemischen Angriffe gegen Israel. Zugleich erklärteer, es sei schade, dass es immer schwieriger werde, die Leiden vielerVölker, darunter auch der Palästinenser, zu verstehen. Martin brachteferner sein Bedauern darüber zum Ausdruck, dass die USA mit ihrereigenen Geschichte der Auseinandersetzung mit dem Rassismussich nicht in der Lage gesehen hätten, weiter an der Konferenzteilzunehmen.

Trotz des Streits um Israel bewertete Martin den bisherigenKonferenzverlauf überwiegend positiv. Er sagte, er sei überraschtgewesen, wie viele Teilnehmer in ihren Reden auf dieVergebungsbitte von Papst Johannes Paul II. für Verfehlungen in derKirchengeschichte eingegangen seien und diese als Vorbild für dieAuseinandersetzung mit dem Erbe des Kolonialismus und derSklaverei bewertet hätten.


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