Umfrage: Große Sorge vor Terroristen unter Flüchtlingen

11. August 2016 in Deutschland


71 Prozent der Deutschen sind einer Umfrage zufolge der Ansicht, dass mit den Flüchtlingen auch Terroristen ins Land kommen. An eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen glauben in den europäischen Ländern offenbar nur wenige


Hamburg (kath.net/KNA) 71 Prozent der Deutschen sind einer Umfrage zufolge der Ansicht, dass mit den Flüchtlingen auch Terroristen ins Land kommen. Im internationalen Vergleich befürchten das vor allem auch die Türken mit 83 Prozent, wie eine jetzt in Hamburg vorgestellte Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos ergab. Dabei wurden 16.040 Menschen in 22 Ländern von Ende Juni bis Anfang Juli online befragt. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine repräsentative Umfrage für den Teil der jeweiligen Bevölkerung, der einen Internetzugang hat.

Weiter heißt es, dass Menschen in Russland und Ungarn mit 77 beziehungsweise 72 Prozent Sorge vor Terroristen hätten, die mit den Flüchtlingen kämen. Auf der anderen Seite teilten nur 16 Prozent der Spanier solche Befürchtungen.

In Deutschland sind der Studie zufolge 45 Prozent der Befragten gegen eine Schließung der Grenzen für Flüchtlinge - 44 Prozent dafür. Stärker für Grenzschließungen seien die Menschen in der Türkei mit 64 Prozent sowie in Ungarn mit 55. In Großbritannien und Spanien lehnten dies dagegen 60 beziehungsweise 61 Prozent ab.

An eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen glauben in den europäischen Ländern offenbar nur wenige - am meisten Pessimismus zeigen den Angaben zufolge Franzosen und Türken mit 22 beziehungsweise 28 Prozent in der Türkei. Mehr als 60 Prozent vermuteten das Gegenteil. 38 Prozent der Deutschen dächten, dass sich Flüchtlinge hierzulande erfolgreich integrieren würden, 51 Prozent sähen das nicht so. Am optimistischsten zeigten sich die Ungarn (44 Prozent) und Spanier (43 Prozent).

Die zwischen dem 24. Juni und 08. Juli 2016 online befragten 16.040 Menschen waren Ipsos zufolge zwischen 16 und 64 Jahren alt, in den USA und Kanada zwischen 18 und 64 Jahren. In Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan, Spanien und den USA seien jeweils rund 1.000 Menschen einbezogen worden. Etwa 500 seien es in Argentinien, Belgien, Indien, Mexiko, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Südafrika, Südkorea, der Türkei und Ungarn gewesen.

In manchen der genannten Länder lägen die Internetzugangsraten im niedrigen Bereich, hieß es. Daher repräsentierten dort die Befragten vor allem die Bevölkerungsteile in den städtischen Regionen.

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