
25. Mai 2003 in Chronik
"Prophetin" Wittek: Gott hat sich mit Tieren, Pflanzen und Steinen verbündet
Berlin (kath.net/idea)
Die vor allem in Süddeutschland verbreitete religiöse Sondergemeinschaft “Universelles Leben” versucht, besonders in Universitätsstädten unter Tierschützern Anhänger zu gewinnen. Das sagte der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Pfarrer Thomas Gandow, gegenüber idea in Berlin. So habe die Gruppe am Mitte Mai mit einem Stand vor dem Berliner Bahnhof Zoo versucht, Aufmerksamkeit zu erregen. Sie ist aber auch beispielsweise in Heidelberg aktiv. Plakate zeigen ein “unschuldig blickendes Schaf” sowie den Werbespruch “Alles, was Augen hat, essen intelligente Menschen nicht”. “Mit dem Thema Tierschutz sollen naive Bürger geködert werden”, so Gandow. Zur Zeit lehre die Gruppe um die selbsternannte "Prophetin" Gabriele Wittek, daß Gott den Bund mit den Menschen aufgekündigt habe, und sich statt dessen mit den Tieren, Pflanzen und Steinen verbunden habe. Daneben berufe sich Wittek auf UFO-Kommandanten und übernatürliche Geistlehrer als Grundlagen für ihre Lehre. In ihrer Zeitschrift wird betont, daß die Bibel nicht Gottes Wort sei. “Es ist falsch, Universelles Leben als eine Gruppe von irrenden christlichen Geschwistern zu verharmlosen, wie es hier und da noch immer passiert”, so Gandow. “Die Lehren Gabriele Witteks sind selbst mit den Zeugen Jehovas nicht mehr vergleichbar.”
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