Mehr als 1.000 Menschen beim ‚Flashmob‘ gegen Christenverfolgung

12. Jänner 2014 in Deutschland


Unter dem Motto „Stumm die Stimme erheben“ protestierten in ganz Deutschland Menschen gegen Christenverfolgungen.


Berlin/Köln/Frankfurt (kath.net/ KNA)
Mehr als 1.000 Menschen haben sich in 25 deutschen Städten an einem „Flashmob“ gegen die Verfolgung von Christen weltweit beteiligt. Dies wurde der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin aus dem Kreis der privaten Initiatoren, unterstützt vom überkonfessionellen Hilfswerk „Open Doors“, am Samstagabend mitgeteilt. In Frankfurt am Main etwa beteiligten sich rund 200 Menschen an der Aktion, vor dem Kölner Dom waren laut dem dortigen „domradio“ etwa 60 Personen.

Harry Weiß von „Open Doors“, der in Frankfurt dabei war, wertete den dortigen „Flashmob“ als Erfolg. Die Aktion sei auf großes Interesse der Passanten gestoßen. Zahlreiche Menschen hätten die Aktivisten angesprochen und das Informationsmaterial mitgenommen. Im Interview des Kölner „domradios“ erklärte Sebastian Nobile, ein weiterer „Open Doors“-Mitorganisator, die spontane Aktion solle dazu beitragen, dass oft kaum bekannte Thema Christenverfolgung in vielen Ländern der Welt publik zu machen und Hilfe für diese Menschen anzustoßen. Nach seinen Angaben verlieren jährlich weltweit 100.000 bis 150.000 Menschen bei Christenverfolgungen ihr Leben.

Der „Flashmob“ unter den Slogan „Stumm die Stimme erheben“ stand auch im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des aktuellen Weltverfolgungsindex (WVI), mit dem das Hilfswerk „Open Doors“ in Kelkheim jährlich neu die Einschränkung der Religionsfreiheit von Christen weltweit dokumentiert und die 50 Länder auflistet, in denen Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. In zwei Dritteln dieser Länder, heißt es im soeben veröffentlichten WVI 2014, habe die Verfolgung von Christen im Vergleich der Jahre 2013 und 2012 besonders durch den islamischen Extremismus zugenommen. Nordkorea sei das wölfte Jahr in Folge der Staat, in dem Christen am härtesten unterdrückt werden.

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