
15. Juli 2013 in Weltkirche
Leiden unter sexuellen Übergriffen, Entführungen und Enteignungen
Kelkheim (kath.net/idea) In Syrien geraten Christen immer stärker unter Druck. Die Männer würden von der Regierung ebenso wie von Aufständischen bedrängt, sich am bewaffneten Kampf zu beteiligen, während die Frauen sich vermehrt sexuellen Übergriffen ausgesetzt sähen. Das berichtet das christliche Hilfswerk Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt am Main). Die syrischen Christen klagten auch über starke Feindseligkeit in Flüchtlingslagern, Enteignungen und gezielte Entführungen durch Islamisten. Allein in Damaskus würden täglich etwa 15 Kinder entführt. Gegen Bezahlung von Lösegeld von umgerechnet etwa 7.500 bis 15.000 Euro kämen die Entführten meist wieder frei. Gerüchte besagten, dass Banden gezielt Kinder entführen, um deren Organe weiterzuverkaufen. Von den beiden am 22. April verschleppten Erzbischöfen Mor Gregorios Yohanna Ibrahim von der syrisch-orthodoxen Kirche und Boulos Yazigi von der griechisch-orthodoxen Kirche gibt es immer noch keine Spur.
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