Union hält an bestehendem Staatskirchenrecht fest

20. Juni 2013 in Aktuelles


CDU und CSU wollen sich in ihrem gemeinsamen Wahlprogramm zur «christlichen Prägung» Deutschlands bekennen und bekunden zugleich «Respekt vor jeder Glaubensüberzeugung»


Berlin (kath.net/KNA) CDU und CSU wollen sich in ihrem gemeinsamen Wahlprogramm zur «christlichen Prägung» Deutschlands bekennen und bekunden zugleich «Respekt vor jeder Glaubensüberzeugung». Das geht aus einem in Berlin vorab bekanntgewordenen Entwurf des Wahlprogramms hervor, das die Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) in einer gemeinsamen Vorstandssitzung der Parteien am Sonntag verabschieden und am Montag auf einem Parteikongress vorstellen wollen. Ebenso unterstreichen die Unions-Parteien die «herausragende Rolle der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände» für die Gesellschaft und wollen das «bewährte Staatskirchenrecht» beibehalten.

Auf rund 125 Seiten legen die Parteien die Schwerpunkte ihrer künftigen Politik dar. Auch in der Europapolitik sei ein Bekenntnis zu den «christlich-abendländischen Wurzeln und den Ideen der Aufklärung» nötig, heißt es weiter. Die im Grundgesetz verankerte «Verantwortung vor Gott» solle auch im EU-Vertrag «deutlich» werden.

In der Bildungspolitik fordert die Union den Erhalt des konfessionellen Religionsunterrichts. Andere Unterrichtsinhalte wie Philosophie oder Ethik könnten diesen nicht ersetzen. Wer die Abschaffung des konfessionsgebundenen Religionsunterrichts fordere, «ebnet den Weg zu einer Aushöhlung der für unsere Gesellschaft prägenden christlichen Werte», heißt es in dem Programmentwurf. Auch islamischer Religionsunterricht müsse an den Schulen unterrichtet werden, fordert die Union.

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