
12. Juni 2013 in Aktuelles
Erdogan sende «ein verheerendes Signal an die eigenen Bürgerinnen und Bürger und nach Europa» kritisierte die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt.
Berlin (kath.net/KNA) Die CSU sieht die Türkei durch das harte Vorgehen und die Drohungen von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gegen Demonstranten als «Partner disqualifiziert». Erdogan sende «ein verheerendes Signal an die eigenen Bürgerinnen und Bürger und nach Europa» kritisierte die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt in den «Kieler Nachrichten» (Donnerstag).
Hasselfeldt betonte, wer das Ende der Toleranz verkünde, disqualifiziere sich als Partner. Autoritäres Verhalten gegen Demonstranten widerspreche dem europäischen Verständnis von Demokratie und Meinungsfreiheit.
Die Proteste zeigten, dass sich in der Türkei eine Zivilgesellschaft entwickle. Die Bilder bewiesen zugleich, «dass die Türkei damit nicht umgehen kann», so Hasselfeldt.
Unabhängig von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union sollten in der Türkei auch heute schon europäische Grundwerte selbstverständlich sein.
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