
6. Juni 2013 in Deutschland
Werner Ruschil, der Spiritual des Klosters Erlenbad und des Freiburger Seminars St. Pirmin, lästert gegen Rom und Benedikt XVI.: "Ich bin heilfroh, dass dieses prunkvolle Gehabe ein Ende hat, das unter Papst Benedikt XVI. deutlich zunahm"
Freiburg (kath.net)
Wenige Wochen nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. hat sich im Erzbistum Freiburg ein prominenter Kirchenvertreter mit Verbalentgleisungen gegen Rom und Benedikt XVI. zu Wort gemeldet: "Ich bin heilfroh, dass dieses prunkvolle Gehabe ein Ende hat, das unter Papst Benedikt XVI. deutlich zunahm.", meinte Werner Ruschil, der Spiritual des Klosters Erlenbad und des Seminars St. Pirmin in der Zeitung "Achern heute".
Im Interview lässt Ruschil dann auch eine Breitseite gegen Rom aus. Es könne nicht sein, dass das "Rad der Kirche" hinter das Konzil in Richtung Tridentinum gedreht und der römische Zentralismus verfestigt werde, so Ruschil. "Rom spricht ständig und hat zu allen Themen etwas zu sagen und zwar so, als würde es auf der ganzen Welt keine anderen Bischöfe und Theologen geben".
Der Spiritual nannte hier das neue Gotteslob für die deutschsprachigen Diözesen, das in Rom abgesegnet werden muss. "Unsere Bischöfe sind doch durchaus in der Lage, mit ihren Beratern das Gotteslob selbst herauszugeben", meint Ruschil. Lob gibt es hingegen für Papst Franziskus, weil dieser allein schon durch sein bescheidenes Auftreten und einfache Kleidung ohne "komisch anmutende Gewänder mit Spitzen" überzeuge.
Besonders bizarr wirkt dann die Behauptung des Spirituals, dass Priester und gar Bischöfe Franziskus in ihren Predigten zitieren. Er selber habe Papst Benedikt XVI. in den vergangenen Jahren nicht mehr in einer Predigt zitiert, weil er sich mit seiner Ausrichtung vielfach nicht mehr identifizieren konnte.
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