
4. Juni 2013 in Deutschland
Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb nennt als Gründe für die Absage neben dem Flugausfall die "dramatische" Sicherheitslage mit hoher Kriminalität in Rio de Janeiro sowie den befürchteten Zusammenbruch des öffentlichen Verkehrs
Köln (kath.net) Der Weltjugendtag in Rio de Janeiro Ende Juli wird mangels ausreichender Beteiligung ohne eine große Gruppe aus dem Erzbistum Köln stattfinden. Dies berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Absage wird vom Erzbistum mit einem Storno der Fluggesellschaft Condor begründet. Ein Unternehmenssprecher sagte der Zeitung, das Erzbistum habe über ein Reisebüro einen Charterflug für 200 Reisende reserviert. Gebucht hätten aber nur 70 Fluggäste. "Ein Langstreckenflug, der nur zu einem Viertel ausgelastet ist, ist weder ökologisch noch ökonomisch tragbar", so der Sprecher. Allerdings habe Condor in der zweiten Maihälfte als Alternative einen Lufthansa-Flug für alle 70 Teilnehmer angeboten.
Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb stellte in einem Brief allerdings anders dar. "Es ist uns nicht gelungen, alternative Flüge zu bekommen, so dass zu den vorgesehenen Reisezeiten keine Flüge zur Verfügung standen". Kolb schlug darin den Teilnehmern vor, auf eigene Faust oder "als kleine, selbstorganisierte Gruppe" nach Rio zu fliegen. Als Gründe für die Absage nennt Kolbs Schreiben neben dem Flugausfall die "dramatische" Sicherheitslage mit hoher Kriminalität in Rio de Janeiro sowie den befürchteten Zusammenbruch des öffentlichen Verkehrs in der brasilianischen Metropole. In der Sieben-Millionen-Stadt werden vom 23. bis 28. Juli bis zu 2,5 Millionen Gäste erwartet. Papst Franziskus nimmt auf seiner ersten Auslandsreise ebenfalls an dem Treffen teil.
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