Entführer syrischer Bischöfe weiter unbekannt

25. Mai 2013 in Weltkirche


Einen Monat nach der Entführung von zwei orthodoxen Erzbischöfen in Syrien gibt es offenbar immer noch keine näheren Hinweise zu den Geiselnehmern


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Einen Monat nach der Entführung von zwei orthodoxen Erzbischöfen (Foto) in Syrien gibt es offenbar immer noch keine näheren Hinweise zu den Geiselnehmern. «Wir haben keine wirklich klare Information über die Entführer», sagte der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, am Donnerstag dem Sender Radio Vatikan. Audo äußerte den Verdacht, es könnten ranghohe Kreise in die Tat verwickelt sein. Nach seinem Eindruck gehe es nicht um Lösegeld. «Es muss sich um ein wirklich kompliziertes Problem handeln, und vielleicht auf einem hohen Level.» Er selbst könne sich aus Angst vor einer Entführung nicht mehr frei in Aleppo bewegen, sagte der Bischof.

Der syrisch-orthodoxe Metropolit Mar Gregorios Yohanna Ibrahim und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Boulos Yazigi waren am 22. April von Bewaffneten in der Nähe von Aleppo entführt worden. Bei dem Überfall wurde der Fahrer der beiden getötet. Nach Informationen des vatikanischen Pressedienstes Fides ereignete sich die Geiselnahme, als Yazigi, der sich seit Februar bei griechisch-orthodoxen Gemeinden in der Türkei aufgehalten hatte, mit Hilfe seines syrisch-orthodoxen Amtskollegen Ibrahim und dessen Fahrer nach Aleppo zurückkehren wollte. Demnach erhielten türkische Gemeindemitglieder Yazigis noch eine Nachricht, er habe syrisches Gebiet erreicht; danach habe sich jede Spur verloren.

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Foto: (c) Siciliani-Gennari/SIR


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