Salzburger Festspiele: Auftakt mit Kardinal Tauran

21. Mai 2013 in Österreich


"Ouverture spirituelle" ab 19. Juli - Schwerpunkt ist heuer die Beziehung des Buddhismus und Shintoismus zur christlichen Musiktradition


Salzburg (kath.net/KAP) Mit einem spirituellen und interreligiösen Auftakt beginnen am Freitag, 19. Juli, die heurigen Salzburger Festspiele: Im Rahmen einer "Ouverture spirituelle" mit einem Sakralmusikzyklus und Gesprächen über Religion und Kultur wird Kardinal Jean-Louis Tauran (Foto), Präsident des päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, am 19. Juli um 16 Uhr zu einer ersten "Disputation" in die Große Aula der Universität Salzburg kommen. Schwerpunkt der heurigen "Ouverture spirituelle" ist die Beziehung des Buddhismus und Shintoismus zur christlichen Musiktradition.

Bis zum 1. September folgen weitere "Disputationes" und insgesamt 16 Konzerte, in denen Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Gustavo Dudamel oder Titus Engel Sakralmusik von Haydn, Mozart oder Beethoven interpretieren. Im Rahmen des Buddhismus-Schwerpunktest werden 2013 erstmals buddhistische Ritualgesänge und alte japanische Musikformen in neuer Klangsprache aufgeführt.

Die "Disputationes" greifen vor allem Themen auf, die sich mit den Fragen rund um den interkulturellen und interreligiösen Dialog auseinandersetzen. Am 21. Juli werden der Benediktinermönch, Urban Federer, der Psychiater Raphael Maria Bonelli und die Tibetologin Carola Roloff zum Thema "Ruhe und Bewegung - Widerspruch oder Lebensform" diskutieren. Zu einem zweiten interreligiösen und interkulturellen Dialog wird es am 24. Juli in der Salzburger Kulisse kommen. Der Jesuit Niklaus Brantschen wird mit der Dresdner Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon das Verhältnis von Rationalität und Mystik genauer beleuchten.

Am 23. Juli wird in der Kollegienkirche die abendländische Gregorianik ins Verhältnis zur buddhistischen Sakralmusik gebracht. Was der Gregorianische Choral für die abendländisch-christliche Tradition ist, ist Shomyo für die japanisch-buddhistische Liturgie. Shomyo ist ein von Mönchen vorgetragener, einstimmiger Solo- und Chorgesang, in dem die religiösen Aktionen der Anbetung, Verehrung und Kontemplation ihren musikalischen Ausdruck finden.

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