Pädophilie-Schriften und -Aktivitäten der 'Grünen' geraten in Kritik

2. Mai 2013 in Deutschland


Grünen-Parteichefin Claudia Roth: «Der Bundesvorstand begrüßt es, wenn unabhängige Wissenschaftler die Schriften und Aktivitäten bestimmter gesellschaftlicher Gruppen aus den 80er Jahren untersuchen»


Hamburg (kath.net/KNA) Grünen-Parteichefin Claudia Roth hat sich für die Untersuchung der Pädophilie-Vorwürfe gegen Parteimitglieder der Gründungszeit ausgesprochen. «Der Bundesvorstand begrüßt es, wenn unabhängige Wissenschaftler die Schriften und Aktivitäten bestimmter gesellschaftlicher Gruppen aus den 80er Jahren untersuchen», sagte sie am Mittwoch «Spiegel online».

Sie betonte aber, dass Gruppen, die sich für Pädophilie einsetzten, in der grünen Partei niemals mehrheitsfähig gewesen seien. «Ganz im Gegenteil: Zu keinem Zeitpunkt hat ein Gremium der grünen Bundespartei einen Beschluss gefasst, der die Entkriminalisierung von sexuellem Missbrauch von Kindern befürwortet hätte», sagte Roth. Der Versuch, die Positionen Einzelner in der Vergangenheit zu einer laxen Haltung der Grünen gegenüber dem sexuellen Missbrauch von Kindern umzudeuten, sei unanständig.

Die Debatte entzündete sich an früheren Äußerungen des grünen Europapolitikers Daniel Cohn-Bendit über Intimitäten mit Kindern. Bei den Grünen gab es noch in den achtziger Jahren einen Ausschuss «Schwule, Päderasten und Transsexuelle (SchwuP)».

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