
29. April 2013 in Weltkirche
Taten gehen auf Sekte Boko Haram sowie radikalislamistische Kräfte aus der Ethnie der Fulani zurück
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Im Bundesstaat Benue im Zentrum Nigerias sind im Laufe der vergangenen Wochen 70 Kirchen zerstört worden. Das berichtete der vatikanische Pressedienst "Fides" am Wochenende unter Berufung auf den nigerianischen Ökumenerat.
30 Kirchen in der Region Gwer West seien niedergebrannt oder nahezu vollständig zerstört worden, die Christen seien in andere Orte geflohen. In der Region Guma seien weitere 40 Kirchen dem "Erdboden gleichgemacht" worden. Auch einige kirchliche Schulen wurden laut "Fides" beschädigt.
Es handle sich um das Werk der Sekte Boko Haram sowie radikalislamistischer Kräfte aus der Ethnie der Fulani, sagte der Vorsitzende des Dachverbands "Christliche Vereinigung Nigerias", der evangelische Bischof Yiman Orkwar, dem vatikanischen Pressedienst.
Hintergrund der Zerstörungen ist offenbar ein Konflikt zwischen den Ethnien der überwiegend muslimischen Fulani und der überwiegend christlichen Tiv. Den jüngsten Angriffen von Hirten der Fulani gegen Bauern der Tiv seien mehr als 30 Menschen zum Opfer gefallen.
Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
© 2013 www.kath.net